Robert Stromberger

Autor

Biographie:

Robert Stromberger wurde am 13. September 1930 in Darmstadt geboren. Sein Großvater ist der Darmstädter Mundartdichter Robert Schneider, Begründer der Hessischen Spielgemeinschaft.

Nach dem Abitur absolvierte er eine Schauspielausbildung. Sein erstes Engagement erhielt er am Theater in Rendsburg. Parallel zu seiner Bühnenarbeit arbeitete er als Schriftsteller und Autor. 1956 entstand das Bühnenstück „Die Unverbesserlichen“. Bereits während der Arbeit am Stück, hatte Robert Stromberger die Schauspielerin Inge Meysel für die Hauptrolle im Hinterkopf. Er ließ ihr das Buch zukommen und Inge Meysel war begeistert. Sie schlug vor, das Bühnenstück in ein Fernsehspiel umzuschreiben. Auch der Autor war von dieser Idee angetan und so wurden 1965 „Die Unverbesserlichen“ (mit Inge Meysel und Joseph Offenbach in den Hauptrollen) in der ARD gesendet. Mit überwältigendem Erfolg. Bis 1971 entstanden 6 weitere Folgen die allesamt fantastische Einschaltquoten erreichten.

Auch in den folgenden Jahren stand der Name Robert Stromberger für quotenstarke Fernsehfilme. Seine Mehrteiler „PS“, „PS – Brodzinski“ „PS – Geschichten ums Auto“ und „PS – Feuerreiter“ (1975 – 1979) erreichten traumhafte Zuschauerquoten.

Nicht weniger erfolgreich war Robert Stromberger mit dem 6-teiligen Fernsehfilm „Tod eines Schülers“ (1981). Darin geht es um den Selbstmord eines Schülers, dessen Tod zwar keiner direkt verschuldet hat, an dem aber doch Viele schuld sind. Das 6-teilige, fernsehdramatische Experiment (jede Folge zeigt den Suizid aus einer anderen Erzählperspektive), wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Der endgültige Durchbruch gelang Robert Stromberger aber als Autor der ZDF Serie „Diese Drombuschs“. Die Geschichten der Darmstädter Familie Drombusch waren die Erfolgsserie der 80er und 90er Jahre. Von 1983 – 1994 entstanden 39 Folgen, welche von bis zu 27 Millionen Zuschauern gesehen wurden.

Auch der Schauspielerei blieb Robert Stromberger stets verbunden. So stand er zwischen 1972 und 2001 in der Rolle des Darmstädter Originals „Datterich“ 125 Mal auf der Theaterbühne. Fernsehzuschauer sahen ihn beispielsweise in „Ein Fall für zwei“ (wo er den zukünftigen Drombuschs-Regisseur Michael Meyer kennen lernte), „Familie Hesselbach im Urlaub“ und „Hessische Geschichten“ (an der Seite von Günter Strack).

Ende der 50er Jahre heiratete Robert Stromberger die ehemalige Tänzerin Irmgard. Sie brachte ihre 3 Töchter Silvia, Carola und Gaby mit in die Ehe. Aus der langjährigen, glücklichen Verbindung ging die Tochter Iris Stromberger hervor, welche ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Nach langer Krankheit verstarb Irmgard Stromberger 2006.

Der Autor, Regisseur und Schauspieler Robert Stromberger lebte bis zu seinem Tod in seiner Geburtsstadt Darmstadt. Ab 1983 war er Mitglied des Rotary Club Darmstadt-Kranichstein.

Am 07.02.2009 verstarb Robert Stromberger im Alter von 78 Jahren in Darmstadt.

 

Filmografie als Schauspieler (Auswahl):

1955 – Familie Hesselbach im Urlaub (Film) (Beteiligung auch als Regie-Assistent)

1976 – Datterich (Fernsehfilm) (Beteiligung auch als Regisseur)

1985 – Ein Fall für zwei; Episode: Sechs Richtige (Serie)

1986 – Hessische Geschichten (Serie)

1995 – Tödliche Wahl (Fernsehfilm)

1998 – Bei uns daheim…; Episode: Die Heiratsvermittlung (Serie)

 

Filmografie als Autor (Auswahl):

1965-1971 – Die Unverbesserlichen; 7 Folgen (Serie)

1978 – PS - Brodzinski (TV-Mehrteiler)

1978 – PS - Geschichten ums Auto (TV-Mehrteiler)

1979 – PS - Feuerreiter (TV-Mehrteiler)

1981 – Tod eines Schülers (TV-Mehrteiler)

1983-1994 – Diese Drombuschs (Serie)

1995 – Tödliche Wahl (TV-Mehrteiler)

1998 – Bei uns daheim (Serie)

 

Auszeichnungen:

1975 – Goldener Bildschirm

1975 – Danner Medaille

1975 – Bronzene Verdienstplakette der Stadt Darmstadt

1980 – Johann-Heinrich-Merck-Ehrung

1981 – Bambi („Tod eines Schülers“)

1982 – Goldene Kamera („Tod eines Schülers“)

1983 – Grimme Preis („Tod eines Schülers“)

1983 – Preis beim Internationalen Teleconfronto in Chianciano/ Italien („Tod eines Schülers“)

1987 – Preis beim Internationalen Teleconfronto in Chianciano/ Italien („Diese Drombuschs“)