Michael Werlin und Marco Huber beim Drombuschs Fantreffen 2010


Marco Huber: Liebe Drombuschs-Fans. Es ist Sonntag, der 09.01.2011 und ich sitze hier in Berlin mit Drombuschs Regisseur Michael Werlin, um mit ihm die zahlreichen Fanfragen zu beantworten, welche wir in unserem Drombuschs-Forum gesammelt haben. Lieber Michael, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst!

Michael Werlin: Marco, das mache ich sehr gerne.

Marco Huber: Dann fangen wir doch gleich mit der ersten Frage an: Welche Szene aus den Drombuschs ist dir besonders im Gedächtnis geblieben; da sie zum Beispiel besonders oft gedreht werden musste, irgendetwas total schief gelaufen ist oder besonders lustig war.

Michael Werlin: Die Szene die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist die, in der Tina Drombusch mit Ihrem Motorroller, provoziert durch Dr. Wollinski, von der Straße abkommt, durch einen Holzzaun bricht und dann auf die Wiese nahe der Alten Mühle stürzt. Dort wird sie dann von Witta Pohl bzw. Vera Drombusch gefunden. Die Szene ist in der fertigen Folge nur knapp 1 Minute lang. Gedreht wurde sie in 3 langen Nächten mit sehr viel Aufwand und unter schwierigen Bedingungen.

Zum einen, spielte diese Sequenz laut Drehbuch im Regen. Normalerweise ist Regen im Film kein realer, sondern künstlicher Regen, der beispielsweise von der Feuerwehr oder durch Special-Effect Spezialisten simuliert wird. Denn, während der Dreharbeiten, möchte man nicht dauerhaft nass werden und baut daher alles im Trockenen auf. Dann regnet es nur, während die Kamera läuft und es werden nicht ständig alle im Filmteam durchnässt. Aber ausgerechnet in diesen 3 Hochsommernächten regnete es ohne Ende. Der Regen muss, damit man ihn auf dem Fernsehbildschirm erkennen kann, ausgeleuchtet werden. Echter Regen ist schwerer zu beleuchten, als Künstlicher.

Zudem hatte die Stuntfrau, die Marion Krach in den gefährlichen Szenen doubelte, bei den Proben in diesem Regenchaos große Schwierigkeiten. Auch drückte der Dauerregen sehr auf die Moral des Produktionsteams. Man kann sich vielleicht vorstellen, dass  man bei 8 Stunden Dauerregen irgendwann an das Ende seiner Kräfte kommt.

Der Kameramann Wolfagang Knigge und ich hatten mächtige Überzeugungsarbeit zu leisten, um die notwendigen Einstellungen in den Kasten zu bekommen.

Lustige Szenen gab es sehr viele, nur fallen mir diese nicht immer auf Kommando ein. Vielleicht ergibt sich das im Laufe des Gesprächs.

Marco Huber: Die 2. Frage lautet: Was hat Film für Dich mit dem realen Leben zu tun?

Michael Werlin: Film soll reales Leben widerspiegeln, kann es aber natürlich in der Form, in der das reale Leben abläuft, in gar keiner Weise. Denn dann würde der Film auch keinen großen Unterhaltungswert haben. Wer will sich schon 24 Stunden vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen, jede Situation, jede Minute Leben ansehen? Daher muss der Film das verdichten und verkürzen, dramatisieren und exemplarische Momente heraussuchen. Es sollte natürlich, und das ist bei den Drombuschs sehr gut gelungen, etwas mit dem wahren Leben zu tun haben und nicht nur Fantasie sein. Die Drombuschs lebten davon, dass ihre Geschichten sehr gut recherchiert waren, die Fakten stimmten und es keine Scheinprobleme gab - sondern echte, reale Probleme. Damit konnte sich damals und heute der größte Teil unserer Gesellschaft identifizieren. Ich nenne beispielsweise, Scheidung, Eifersucht, Tod oder Krankheit, etc. Diese Dinge hat Robert Stromberger sehr gut in seine Drehbücher eingearbeitet. Aus diesem Grund, ist diese Serie in Gewisser Weise mit dem wahrem Leben zu vergleichen.

Marco Huber: Gibt es einen Lieblingsfilm für den du als Regisseur verantwortlich warst?

Michael Werlin: Also ich fange mal mit den Drombuschs an. Das war natürlich in so fern eine meine Lieblingsproduktionen, als sie für meine Popularität sehr viel bedeutet hat. Ich wurde durch diese Serie in ganz Fernseh-Deutschland bekannt. Das heißt natürlich nicht, dass man meinen Namen kannte, aber ich war der „Drombuschs-Regisseur“. Und ab diesem Moment hatte ich in der Regie-Gilde einen ganz anderen Stellenwert als zuvor. Die hohen Einschaltquoten und die Qualität der Filme, führten dazu, dass ich durch „Diese Drombuschs“ in die erste Liga der Regisseure aufgestiegen. Vom Vorabendprogramm ins Hauptabendprogramm. Deshalb sind die Drombuschs auch eine meine Lieblingsarbeiten.

Darüber hinaus möchte ich zwei andere Fernsehproduktionen nennen:

Meine allererste Fernsehserie hatte den Titel „Christian & Christiane“. Marion Kracht spielte die Titelrolle und Jochen Schröder spielte ihren Freund. Im Verlauf der Serie heirateten die beiden und es wurde ihre Entwicklung zum „Erwachsen werden“ gezeigt. Eine Problematik, die mir damals sehr nahe war, denn als 32jähriger konnte ich das gut nachvollziehen. Die Sprache und Bedürfnisse der Jugend waren mir sehr vertraut. Die Serie hat damals sehr polarisiert. Ich hatte zum Glück die Möglichkeit an den Drehbüchern mitzuwirken. Ich habe Stellung für die Jugendlichen bezogen und die ganze Serie aus der Sicht der jungen Menschen gezeigt. Daher ist diese Serie eine meiner liebsten Arbeiten.

Zum anderen meinen Lieblingsfilm: Die 50. Folge der Reihe „Ein Fall für zwei“ mit Günter Strack und Claus Theo Gärtner. Dieser Film mit dem Titel „Irgendwann“ ist für mich der stimmigste Film von der ersten bis zur letzten Sendeminute. Auch hier habe ich das Drehbuch bearbeitet. Wobei ich nicht sagen möchte, dass ich ein toller Drehbucheditor bin. Aber ich durfte es und habe damit Einfluss genommen. Der Film handelte von einem Sänger, der seine Frau umgebracht hatte. Dieser Sänger wurde von Volker Lechtenbrink dargestellt. Er hat in diesem Film den Song „Irgendwann“ gesungen, der auch der Titel des Films war. Seine Managerin wurde von der großartigen Heidi Brühl gespielt. Diese Schauspieler, welche die Gesangs- bzw. die Schlagerbranche kannten, konnten sie überzeugend darstellen. Die Musik stimmte. Der Titelsong wurde nach meinen Gefühl, von Volker Lechtenbrink einmalig interpretiert. Heidi Brühl hat wunderbar die Erpresserin gespielt, die von dem Mord wusste und Lechtenbrink mit ihrem Wissen erpresste. Dieser Film war als 54. Film der „Ein Fall für zwei“ Reihe konzipiert. Ursprünglich sollte diese Folge nicht die Jubiläums-Folge werden, wurde aber dann aus dem ursprünglichen Produktionsablauf herausgenommen und vorgezogen.
Das heißt, dass die Qualität dieses Drehbuches auch vom ZDF gesehen wurde. Für mich ist dies mein rundum gelungenster Film. In jedem anderen Film gibt es viel Gelungenes, aber auch Teile, bei denen man sich hinterher sagt „Naja, das hätte man besser machen können“! Bei „Irgendwann“ kann ich nichts aussetzen, das würde ich alles wieder genau so drehen!

Marco Huber:
Weiter geht es mit der nächsten Fan-Frage. Diese lautet: Glaubst du, dass es heute noch möglich wäre, eine solch erfolgreiche Serie wie: „Diese Drombuschs“ zu produzieren?

Michael Werlin: Jeder Prozess der Film-Herstellung beginnt damit, dass man einen Autoren findet, der seine Grund-Idee in ein Drehbuch verwandelt. Dieses sollte natürlich eine gewisse Qualität haben. Wenn das Buch nichts taugt, kann der Film auch nichts taugen. Gäbe es noch einmal einen solchen Ausnahme-Profi, wie es Robert Stromberger war, der seine, Figuren und die Handlungsstränge so miteinander verknüpfte, wie er es bei den Drombuschs getan hat, dann könnte man so eine Serie wieder ins Leben rufen. Das heißt natürlich auch, dass der Auftraggeber, sprich das Fernsehen, das nötige Budget dafür zur Verfügung stellt. So ein Projekt benötigt eben auch entsprechende Produktionsmittel. Qualität kann kaum billig erzeugt werden. Wenn man dazu noch eine Garde von „ersten“ Schauspielern zusammen bekäme, die den damaligen Spitzenleuten wie Günter Strack, Michael Degen, Hans-Peter Korff oder Witta Pohl (u. a.) entsprechen, dann könnte man so etwas wieder auf die Beine stellen.

Im heutigen „Deutschen Fernsehen“ ist nur leider eine Tendenz zu spüren, die genau in die entgegengesetzte Richtung geht. Nämlich schnell zusammengeschusterte Geschichten, mit laienhaften Darstellern und einem absoluten Sparprogramm zu produzieren. Das heißt beispielsweise: wenige Dekorationen, belanglose Studioaufnahmen und unschönes Licht. Es geht nur darum, mit wenig Aufwand, viel Sendezeit und möglichst hohe Einschaltquoten zu erzielen. Die Qualität der Drombuschs ist meines Erachtens, mit den Produktionsmitteln wie sie heutzutage zur Verfügung gestellt werden, nicht mehr zu erzeugen. Das wäre nur möglich, wenn man die oben angesprochenen Voraussetzungen berücksichtigen würde.

Marco Huber: Die fünfte Frage lautet: Was hat Dich dazu bewegt, den Beruf des Regisseurs wählen:

Michael Werlin: Das hat in meiner Familie Tradition. Mein Vater war selbst Film- und Fernsehregisseur. Er hat bei der DEFA nach dem Krieg als Regisseur mit einem Spielfilm angefangen. Dann hat er in den 50er Jahren bei mehreren Heimat- und Abenteuerfilmen Regie geführt und ist schließlich zum Fernsehen gegangen. Er hat dort, unter anderem, die Serie „Alle meine Tiere“ mit Gustav Knuth, Tilly Lauenstein, Sabine Sinjen und Volker Lechtenbrink gedreht. Übrigens spielte die Mutter von Anja Jaenicke – Käthe Jaenicke- seinerzeit die Haushälterin bei dieser Tierarztfamilie. Die Serie wurde ein Straßenfeger.

Mein Vater hat mir damals einen Fotoapparat geschenkt und irgendwann bekam ich eine Schmalfilmkamera, so dass ich quasi in das Film-Leben hinein wuchs. Wenn mein Vater von der Arbeit nach Hause kam und von den Dreharbeiten und den Schauspielern erzählte, erlebte ich seine Berufswelt schon als Jugendlicher. Ich habe dann selbst Amateurfilme gedreht und war auch Mitglied in einem Amateurfilm-Club. Nach dem Abitur habe ich mich dann entschieden, den Beruf des Regisseurs zu ergreifen.

Im UFA-Filmkopierwerk habe ich die Filmbearbeitung erlernt (zusammen mit Axel de Roche, dem Kameramann der ersten beiden Drombusch-Staffeln und Schauspieler Stephan Schwarz, der später bei den Drombuschs den Rechtsanwalt Achim Herling gespielt hat), anschließend im SFB-Schneideraum den Filmschnitt. Schließlich bin ich 11 Jahre lang Regieassistent bei ca. 20 Regisseuren gewesen. 1979 habe meine erste eigene Regie bekommen. Ein gradliniger Weg,- nicht über das Studium,- keine Filmakademie – das wäre der andere Weg gewesen, oder alternativ auch von der schreibenden Seite her in den Regieberuf einzusteigen. Bei mir wurden die Weichen bereits von familiärer Seite aus gestellt und ich habe dann mein Handwerk von der Pike auf gelernt. 

"Fans fragen - Michael Werlin antwortet - Teil 2"


Mick Werup, Michael Werlin & Günter Strack bei den Dreharbeiten zur 3. Staffel

Marco Huber: Die nächste Fanfrage lautet: Michael, Du befindest dich jetzt im „Ruhestand“ – wie verbringst Du Deinen Alltag bzw. wie sieht Dein heutiges Leben aus?

Michael Werlin:
In Anführungszeichen kann man es als eine Art „Ruhe“-Stand bezeichnen. Aber in Wirklichkeit habe ich überhaupt keine Ruhe, denn es geht bei mir bereits sehr früh morgens los. Ich stehe gern früh auf, – gut ich werde jetzt 64 Jahre alt und da braucht man vielleicht nicht mehr so viel Schlaf.- Wie verbringe ich meinen Tag? Wie ja sicherlich alle wissen, die Kinder haben, hat man als Vater eigentlich keinerlei Ruhe. Meine 18jährige Tochter wird dieses Jahr das Abitur machen, sie hält mich von Morgens bis Abends auf Trab und ich bin froh, dass sie jetzt den Führerschein hat und ich nicht mehr dauernd als Fahrer einspringen muss.

Parallel dazu beobachte ich natürlich das Fernsehprogramm. Was ich davon halte- und über die heutige Qualität habe ich mich ja bereits mehrfach geäußert. Sportlich aktiv bin ich nicht mehr. Ich habe früher im Verein Fußball gespielt (übrigens in einer Mannschaft mit Axel de Roche) und danach noch sehr lange Tennis, aber jetzt machen die Knie und Sehnen das nicht mehr ganz so mit. Ich bin zwar nicht gebrechlich, aber mit dem aktiven Sport habe ich aufgehört. Dann habe ich natürlich einen Freundeskreis, den ich regelmäßig treffe und pflege. Es wird mir nicht langweilig und das Leben macht mir Spaß. Und wenn ich die Wiederholung der Drombuschs im aktuellen Fernsehprogramm entdeckte, freue ich mich, dass meine Arbeit von früher auch heute noch gesendet wird. Darüber hinaus macht mir die Zusammenarbeit mit Dir, Marco, besonders viel Spaß. An den Fragen der Fans sehe ich, wie groß das Interesse an den Drombuschs nach wie vor ist. Ich verfolge das Forum, bitte aber um Nachsicht, dass ich mich dort nicht schriftlich äußere. Aber zu den verschiedenen Fragen führen wir ja heute dieses Interview.

Marco Huber:
Die 7 Frage ist sehr interessant. Sie lautet: Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Schauspieler und welche Qualitäten muss ein guter Schauspieler mitbringen?

Michael Werlin:
Ich sage es mal mit einem kleinen Scherz: Schauspieler müssen warten können und hitzebeständig sein! Denn das sind die beiden Dinge, die am Drehort die größten Strapazen für den Schauspieler sind. Mit Geduld muss er den ganzen Tag auf seinen, meist kurzen, Einsatz warten. Dann aber, in dem Moment des Drehens, in seiner Rolle topfit präsent sein. Und er muss reproduzieren können. Das heißt, wenn der Regisseur die Szene 7 Mal drehen möchte, muss er sie 7 Mal gleich oder mit den Veränderungen spielen, die der Regisseur oder die Technik von ihm wünscht. Der Schauspieler muss die Qualität haben Teamplayer zu sein und die gleiche Leistung immer wieder neu zu erzeugen. Eine Verlässlichkeit und eine Professionalität sind da wichtig. Hitzebeständig deswegen, weil er beim Drehen im Kostüm im Scheinwerferlicht steht. Da verläuft oft die Schminke. Dann kommt der Maskenbildner und pudert ihn ab – das muss er auch dauernd ertragen können. Es wird nämlich ununterbrochen von allen Gewerken an ihm herumgefummelt.

Er sollte natürlich seine Texte leicht und gut lernen können. Vielseitigkeit ist für den Schauspieler enorm wichtig. Das heißt: nicht nur die Haarfarbe zu wechseln, sondern auch den Charakter,- vom bitterbösen Mörder bis zur komischen Alten -, alles überzeugend spielen zu können. Einen Fächer von Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung zu habend, daß macht einen guten Schauspieler aus. Und Bodenständigkeit,- auch bei Erfolg,- ist ebenso wichtig.

Marco Huber:
Kommen wir zur nächsten Frage. Wer sind für Dich die größten Schauspieler und Schauspielerinnen unserer Zeit und der Vergangenheit?

Michael Werlin:
In der Vergangenheit gehörte natürlich Günter Strack dazu, der für mich ein Ausnahmeschauspieler war. Vor allem, durch seinen Charakter, der trotz seines riesigen Erfolges und seiner Popularität nie zum Höhenflug ansetzt hat und zum Überflieger wurde, sondern ein ganz normaler Mensch geblieben ist. Einer wie Du und ich, der isst und trinkt und gerne auch mal Fünfe gerade sein lässt. Ihn kann ich wirklich als einen großen Schauspieler bezeichnen. Genauso und ohne Abstriche war es Günther Pfitzmann. Auch ein ganz großer seiner Zunft.- Daneben Wolfgang Kieling. Für viele ist der Name nicht mehr präsent. Es ist der Vater des Schauspielers Florian Martens der zusammen mit Maja Maranow in der Serie „Ein starkes Team“ spielt. Früher war er einer meiner Lieblings-Schauspieler.

Dann komme ich mal zur heutigen Zeit. Mein momentaner Favorit ist Armin Rhode (der „Bierchen“ in dem Film „Kleine Haie“). Er hat alles, vom Bösen bis zum Komischen. Er ist momentan einer der populärsten Schauspieler in Deutschland. Leider muss ich dazu sagen, dass ich ihn nur sehe – wir haben leider nie zusammen gearbeitet. Aber wenn ich noch mal einen Film machen würde, in welchem ich bestimmen könnte, wer die Hauptrolle spielt, dann wäre es bestimmt Armin Rhode.

Als internationalen Schauspieler nenne ich mal exemplarisch: Clint Eastwood. Das gilt ebenso für seine Leistungen als Regisseur. Außerdem sehe ich Ornella Muti sehr gerne. Bei den Frauen ist das natürlich vom Typ abhängig, zumal ich ja nun einmal ein Mann bin und gewisse Neigungen an das weibliche Geschlecht nicht unterdrücken kann. Daher spielen hier geschmackliche Dinge auch eine wichtige Rolle. Da zählt nicht nur die Qualität, sondern auch das Aussehen. Ich kann mich da also nicht unbedingt festlegen.

Witta Pohl habe ich sehr oft besetzt und wir haben auch viele Filme außerhalb der Drombuschs zusammen gedreht – unter anderem spielte sie in meiner allerersten Fernsehregie eine Mutterrolle. Daran sieht man welche Schauspielerinnen ich bevorzuge und immer wieder gerne besetzt habe. Witta Pohl steht exemplarisch dafür.

Marco Huber:
Frage 9. Gehen wir wieder zu den Drombuschs zurück: Mussten die Schauspieler bei den Drombuschs ihre Texte auswendig lernen, oder konnte man diese z. B. von Tafeln oder Ähnlichem ablesen?

Michael Werlin:
Man geht normalerweise davon aus, dass ein Schauspieler, wenn er an den Drehort kommt, seinen Text auswendig spricht. Es gibt natürlich manchmal Sätze, die sehr kompliziert sind oder die gar nicht in den Kopf reingehen wollen. Dann stellt man zur Unterstützung – manchmal auch bei älteren Kollegen, die ein nicht mehr ganz so gutes Gedächtnis haben – Tafeln ins Blickfeld oder neben die Kamera, so dass gewisse Sätze abgelesen werden können. Das ist aber nicht die Regel. Dennoch, auch große Schauspieler haben ihre Texte oft abgelesen. Hans Albers hat so gut wie überhaupt nichts auswendig sprechen können, er hat fast alles abgelesen. Sein Blick war dadurch immer weit in die Ferne gerichtet, eben auf die schwarzen Tafeln, die so genannten „Neger“, neben der Kamera. Dadurch schaute er so interessant verschleiert, da er auch keine Brille getragen hat. Das wurde ihm dann als sein typischer, magischer Blick ausgelegt. Ich plaudere jetzt ein bisschen aus dem Nähkästchen. Manfred Krug gehörte auch zu den Schauspielern, die gelegentlich ihre Texte ablasen. Er begründete dass immer so, dass er sich mit den Texten, die manchmal für ihn großer Quatsch waren, nicht belasten wollte, denn das waren für ihn „Eintagsfliegen“. Man kann sich das ja auch gut vorstellen, wenn man bei solchen Serien wie „Auf Achse“ jeden Tag drehen muss und dauernd irgendwelche belanglose Situationen mit Texten belegen muss, sich nicht mehr die Mühe macht, diese auswendig zu lernen, sondern sie einfach nur ablesen. 

Marco Huber:
Sehr interessant! Nun eine Frage für unsere kulinarischen Freunde: Wer bereitet die Speisen beim Dreh einer Serie oder eines Filmes zu?

Michael Werlin:
Ja, also wenn man Schauspieler im Film essen sieht, dann denkt der Zuschauer wahrscheinlich, die Schauspieler hätten selbst gekocht. Das ist natürlich nicht der Fall. Die stellen sich selbstverständlich nicht hinter die Kamera und kochen auch noch zusätzlich im Hintergrund. Natürlich gibt es dafür im Drehteam eine spezielle Abteilung, die so genannten Requisiteure. Und bei den Requisiteuren gibt es zwei unterschiedliche Kategorien: Einmal den Außenrequisiteur und dann den Innenrequisiteur. Das hat nichts damit zu tun, dass der eine bei den Dreharbeiten nur draußen dabei ist und der anderen nur Innen, sondern der Außenrequisiteur ist derjenige, der, unabhängig vom Drehteam, die Requisiten kauft oder leiht und zum Drehort bringt. Also quasi die Transporte und die Akquise dieser Gegenstände macht. Er geht zum Beispiel in ein Waffengeschäft und besorgt die Schusswaffen. Oder, wenn Möbel gebraucht werden, besorgt er diese aus einem Fundus oder er leiht Teppiche aus einem Teppichgeschäft. Er kauft natürlich auch das Essen ein, das dann am Drehort zubereitet wird. Es wird übrigens, auch bei sehr reich und üppig aussehenden Büffets, meist billig eingekauft. Warum billig? Mann muss sich vorstellen, dass eine Mahlzeit in vielen verschiedenen Einstellungen gedreht wird. Das heißt um ein Stück Fleisch zu essen, muss man mindestens 10 Stücke Fleisch zur Verfügung haben. Denn wenn es angeschnitten ist, kann man es nicht zum 2. Mal frisch anschneiden. Und wenn in der Szene mit dem Essen begonnen wird, muss das Fleisch bei jeder weiteren Kameraeinstellung immer wieder komplett aussehen. Das heißt, das Essen ist in zirka 5 bis 10facher Menge vor Ort und man kann man sich leicht ausrechnen, dass wenn es nur Fasan oder Trüffel gäbe, dieses unheimlich ins Geld gehen würde. Mit anderen Worten, man kauft billige Lebensmittel, um die Kosten im Rahmen zu halten. Selbst die köstlich aussehende Kartoffelsuppe ist aus der Konserve. Und wenn Onkel Ludwig in der Serie sagt: „Ein gut Süppche die Supp“, ist es trotzdem nur eine aus der Büchse. Oder die typisch, hessische „grüne Soße“ ist verhältnismäßig einfach hergestellt und nicht liebevoll aus 7 oder 8 Kräutern bereitet, sondern ist vorproduziert und schnell warm macht.

Jetzt komme ich zum Innenrequisiteur bzw. den Innenrequisiteurinnen – bei den Drombuschs waren es Innenrequisiteurinnen. Diese hatten einen kleinen Raum mit fließender Wasseraufbereitungsmöglichkeit und einem Kocher mit elektrischem Anschluss. Dort wärmten sie die Speisen auf und dekorieren diese dann auf dem Tisch am Drehort. Die Schauspieler konnten dann genüsslich – und sie spielten das natürlich mit dem Genuss – zubeißen. Oft bleibt das Essen auch nicht lange warm und schmeckt meist auch nicht wirklich richtig gut. Aber die Schauspieler spielen natürlich so, als ob es Ihnen sehr gut schmeckte.

Getränke stellen öfters ein größeres Problem dar. Ich nenne da beispielsweise nur das frisch gezapfte Bier. Der Schaum ist immer eine große Herausforderung, weil dieser sehr schnell zerfällt,- aber in jeder Anschlusseinstellung gleich aussehen muss. Ein Zusammenspiel von Hygiene (immer saubere, frische Gläser) und gutem Timing sind hier nötig. Es sind viele Punkte die beachtet werden müssen. Und für diese Problematik gibt es den Beruf der Requisiteure. Diese bereiten natürlich nicht nur das Essen zu, sondern sind auch für alle anderen Requisiten, die am Drehort gebraucht werden, verantwortlich.


Michael Werlin & Anni Lutz (Besitzerin der „Alten Mühle“) beim Fantreffen 2010

"Fans fragen - Michael Werlin antwortet - Teil 3"


Marco Huber:
Und weiter geht es in unserer beliebten Rubrik "Fans fragen - Michael Werlin antwortet". Wir sind bereits bei der 11. Fanfrage. Sie lautet: Sind bei Außenaufnahmen - z. B. in Straßen oder an öffentlichen Plätzen - die Drehorte abgesperrt und ist es schwer, diese Szenen zu drehen?

Michael Werlin: Ich freue mich, dass meine Antworten auf so großes Interesse stoßen und beantworte gerne die nächste Fragen: Ja, diese Aufnahmen sind oft sehr schwierig zu drehen. Natürlich kann man gewisse Bereiche absperren. Auch kann man durch die Polizei den Verkehr so regeln, dass Filmautos unbeschadet durch den Verkehr kommen. Aber besonders eine Tatsache macht das Ganze so kompliziert. Gerade bei Szenen im Auto müssen die Schauspieler meist auch Dialoge sprechen. Was hierbei besonders schwer ist, sind längere Fahrten bei denen der selbst- fahrende Schauspieler auch noch auf den Verkehr reagieren muss. Aufgrund der Konzentration auf Partner, Text und Technik (Mikro, Licht, Klappe) ist das oft gar nicht so leicht. Dann sind Kamera und Scheinwerfer meist auch noch vorn auf der Motorhaube, im Sichtfeld der Darsteller montiert. Wenn es dabei zu einer unvorhergesehenen Situation kommt, z. B. irgendjemand beachtet die Absperrungen nicht und fährt dem Schauspieler vor den Wagen, kann das sehr tragisch enden. Daher lastet eine große Verantwortung auf den Schultern aller Beteiligten und natürlich besonders auf denen des Regisseurs. Er hat schließlich eine gewisse Sorgfaltspflicht und trägt damit auch die Hauptverantwortung. Ich war immer sehr froh, wenn solche Fahrszenen ohne besondere Vorfälle abgedreht waren. Zum Glück kann ich sagen, dass es in meiner knapp 40jährigen Laufbahn zu keinen schweren Unfällen bei derartigen Szenen gekommen ist. Bei anderen Produktionen gab es leider solch schlimme Unfälle. Es sind dabei auch Menschen zu Tode gekommen.

Marco Huber: Die folgende Frage, schließt direkt an die Vorherige an: Gab es Schauspieler, die sich bei den Dreharbeiten bestimmter Szenen verletzt haben?

Michael Werlin: Bei den Dreharbeiten zu den „Drombuschs“ ist zu meiner Zeit, soweit ich mich erinnern kann, nie etwas Schlimmeres passiert. Sicherlich gab es mal kleinere Verletzungen, aber das führte nicht zu Ausfällen der Betroffenen. Der dramatischste Unfall, den ich miterlebt habe, war ein Reitunfall bei einer anderen Serie („Alles Glück dieser Erde“) auf der Galopp-Rennbahn in Düsseldorf. Dabei ist der Schauspieler, der einen Jockey spielte, von seinem Rennpferd - einem Vollblut - gestürzt und hat sich das Schlüsselbein und drei Rippen gebrochen. Das hat mir unendlich leid getan. Wir brauchten damals eine Großaufnahme in welcher der Schauspieler (kein Double) - original - auf diesem Pferd reiten musste. Es war freiwillig,- er war ein sehr guter Reiter und wir hatten den Ablauf vor den Aufnahmen auch sorgfältig besprochen. Leider habe ich aber unterschätzt, was so ein Vollblutpferd mit einem Mann macht, der nicht täglich im Renn-Sattel sitzt. Der Dreh musste natürlich unterbrochen werden und ein Rettungswagen hat ihn abtransportiert. Wir haben dann leider ohne ihn weitergedreht. Er blieb im Krankenhaus zurück und das Filmteam reiste weiter zum nächsten Drehort. Seine fehlenden Einstellungen wurden später mit sehr viel Aufwand und „Trickserei“ nachgeholt. Wolf-Dietrich Berg (er ist leider nicht mehr unter uns) hat mir nach seiner Genesung dann doch verziehen und wir sind trotzdem Freunde geblieben.


Michael Werlin im Innenhof des Jagdschloss Kranichsteins beim Drombuschs-Fantreffen 2010

Marco Huber: Eine der meist gestellten Fragen in Sachen Drombuschs kommt jetzt. Auch wir beide haben schon oft darüber gemutmaßt: Wieso hat Vera Drombusch bei Sigis Herzanfall in der 13. Folge keine Wiederbelebungsversuche unternommen?

Michael Werlin: Eigentlich kann man diese Frage in einem Satz beantworten: Weil es so im Drehbuch stand (lacht). Autor Robert Stromberger hat immer sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir seine Drehbücher möglichst punktgenau verfilmten. Alles musste 1: 1 umgesetzt werden. Er hätte es nicht geduldet, wenn man davon abgewichen wäre. Er war überzeugt, dass alles von ihm Geschriebene, stimmig und rund sei. Es sollte niemand durch irgendwelche "Besser-Wissereien" daran etwas verändern. Deshalb habe ich es genau so gedreht, wie es im Drehbuch stand. Unterdessen habe ich zusammen mit Dir Marco, Nachforschungen betrieben und Du hast über Umwege das Original-Drehbuch besorgen können. Wir haben die Szene mit dem Original-Script verglichen und es hat sich bestätigt, dass wir damals exakt den Inhalt des Buches verfilmt haben. Vielleicht können wir beim nächsten Fantreffen den Text der entsprechenden Szene mal den Fans präsentieren und darüber sprechen.

Darüber hinaus vermute ich aber,- dass Vera keine Wiederbelebungsversuche gemacht hat,- weil sie durch ihren Beruf als Krankenschwester die Erfahrung hatte, bei dieser Art von Herzinfarkt wäre nichts mehr zu machen, außer die Beine des Betroffenen hoch zu lagern. Natürlich hätte man aus heutiger Sicht sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen müssen, eventuell auch noch eine Mund zu Mund Beatmung? Es war aber auch nicht Sigis 1. Herzinfarkt. Meist führt ja der 2. Infarkt zum Tode. Vera wusste dass ihr Sigi ein schwaches Herz hatte und vielleicht hat sie registriert, dass sie nichts mehr für ihn tun konnte.

Robert Stromberger hat Sigi sterben lassen, um Vera als eine begehrenswerte Frau zwischen 2 Männern (Martin & Ludwig) placieren zu können. Außerdem wollte er die Geschichten um die Sorgen und Nöte einer Witwe in der Mitte ihres Lebens aufzeigen. Diese Thematik war damals vollkommen neu in einer Familienserie,- dass eine der Säulen einer Familie stirbt. Und was nach dem Tod des Haupt-Ernährers mit der Familie passiert, wollte er exemplarisch an diesem konkreten Fall zeigen. Ich glaube es wäre auch keine besonders stimmige Szene gewesen, wenn Vera verzweifelt, erfolglos, Wiederbelebungsversuche unternommen hätte. Hinterher sogar noch mit Schuldgefühlen hätte weiter leben müssen. Ich verspreche mir von einer solchen Szene nicht sehr viel.


Michael Werlin während der Dreharbeiten zur 4. Drombuschs-Staffel 1999

Marco Huber: Frage 14: Was passiert mit den Drombuschs-Requisiten nach Ende der Dreharbeiten? Konkret gefragt,- mit der Collage, die zu Beginn der 13. Folge zu sehen ist. Ich möchte die Frage aber gerne auf alle Drombuschs-Requisiten ausdehnen.

Michael Werlin: Die „Drombuschs Requisiten“ kamen nach Drehende in einen Fundus, wurden dort nummeriert und archiviert um für weitere Projekte, bei Bedarf, zur Verfügung zu stehen. Unter anderem auch die besagte Collage. Diese ist nicht unter meiner Verantwortung entstanden, sondern war in leicht veränderter Form schon in der 1. Staffel (noch unter der Regie von Claus-Peter Witt) zu sehen. Sie hing damals, nach dem Umzug zu Herrn Diehl, über Omas Bett. Ich habe da leider nicht sehr sorgfältig recherchiert, sonst hätte ich zum 50. Geburtstag von Sigi eine Neue anfertigen lassen. Aber damals dachte ich, - es 4 ist Jahre her, dass der Zuschauer sie auf dem Bildschirm gesehen hatte - und dass nach dieser Zeit keiner mehr gewusst hätte, wie sie genau aussah. Es war ja lange vor den DVDs und kurz nach der Einführung von VHS. Die Tatsache, dass sich Zuschauer heutzutage die Folgen hintereinander anschauen und dann auf solche Dinge aufmerksam werden, war seinerzeit noch nicht in unserem Bewusstsein. Was genau nach den Dreharbeiten aus der Collage geworden ist, kann ich nicht sagen. Ich vermute sie wird im ZDF-Fundus gelagert. Leider wurden viele Drombusch- spezifische- Requisiten, die nicht mehr für zukünftige, andere Produktionen verwendet werden konnten, nach Abschluss der Dreharbeiten vernichtet. Aus heutiger Sicht traurig, aber es war lange bevor Requisiten oder Ähnliches für einen guten Zweck versteigert wurden.

Marco Huber: Die nächste Frage ist zweigeteilt. Erste Frage: Ist der Regisseur für die Gestaltung des Vor- und Nachspanns verantwortlich? Der Zweite Teil der Frage lautend: Wieso gab es im Vor- und Abspann nach der 2. Staffel so gravierende Änderungen (wie z. B. das Drombuschs Logo, etc.)?

Michael Werlin: Der Regisseur hat für den Vor- und Nachspann ein Vorschlagsrecht. Es gibt gewisse Regeln, welche die Sender einhalten müssen. Das Urheberrecht spielt dabei eine gewisse Rolle. Es entstehen ja beim Drehen eines Filmes oder einer Serie Urheberrechte. Der erste Urheber ist der Autor, der das Recht an seinem Buch hält. Dann der Regisseur. Er ist derjenige, der die Szenen so dreht, wie er es für angemessen hält. Als Beispiel: Es würden nie, bei gleichem Script, von zwei Regisseuren identisch- inszenierte Szenen entstehen. Denn jeder hat seinen eignen Stil. Ich nenne da beispielsweise die Entscheidung, wie eine Szene gedreht wird, ist immer die persönliche Urheberschaft jeden Regisseurs. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Kameramann, den Tonmann, die Architekten, Kostümbildner und Anderer mehr. So gibt es die verschiedensten, gestalterischen Berufe, die im Vor- oder Abspann genannt werden müssen. Das schreibt das Urheberrecht vor. Diese "Rechteinhaber" müssen in Verbindung mit ihrem „Werk“ genannt werden.

Darüber hinaus werden die Darsteller aufgeführt und zwar in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit. Dabei hat der Regisseur auch ein Vorschlagsrecht. Der prominenteste Schauspieler sollte am Anfang stehen. Er repräsentiert ja schließlich die Serie oder den Film. Das hat natürlich auch werbe- relevante Hintergründe. "Diese Drombuschs mit Witta Pohl" ist natürlich viel wirksamer, als wenn man die Serie mit einem unbekannten Darsteller beworben hätte. Die letztendliche Entscheidung über die Reihenfolge trifft dann aber die entsprechende Redaktion des Senders.

Nun zu der Frage, wieso sich die Vor- und Abspanne geändert haben: Als Robert Stromberger anfing „Diese Drombuschs“ zu schreiben, war nicht abzusehen, dass diese Serie ein so riesiger Erfolg werden würde. Er hatte eine Staffel von 6 Folgen konzipiert. Als diese dann abgedreht und gesendet waren, bekam er den Auftrag für eine weitere Staffel. Er hat dann 6 neue Folgen geschrieben. Das brauchte seine Zeit,- daher auch der große Abstand, von knapp 2 Jahren, zwischen den Staffeln. Die 2. Staffel wurde noch erfolgreicher als die Erste. Daraus ergab sich, dass es auf weitere Staffeln hinauslaufen würde. Das ZDF gab dann den Auftrag, auf Jahre voraus zu planen. Es ergab sich die Notwendigkeit der Serie einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert zu verschaffen. Somit wurde aus der beliebigen Schrift der ersten 12 Folgen, eine einheitliche „Drombusch-Schrift“ und es wurde ein einprägsames Logo erstellt. Das Logo gab es meines Wissens auch schon vor meiner Zeit, wurde aber unter meiner Verantwortung durch die Architekten überarbeitet und verändert.


Michael Werlin während der Drehorttour beim Drombuschs-Fantreffen 2010

Fans fragen - Michael Werlin antwortet - Teil 4

Marco Huber: Die 16. Fanfrage bleibt beim Thema Abspann. Muss die Schlussmusik den Abspann-Texten angepasst werden oder ist es umgekehrt, werden die Texte der Musik angepasst?

Michael Werlin: Beides ist der Fall. Nehmen wir als konkretes Beispiel die Drombuschs-Musik von Eugen Thomass. Diese Komposition hat eine gewisse Länge. Beim genauen Hören der Musik merkt man, dass sie eine recht einfache Struktur hat. Es ist ein immer wiederkehrendes, musikalisches Thema. Sagen wir zum Beispiel dieser Teil ist 30 Sekunden lang. Wenn, wie vom Sender festgelegt, der Abspann 90 Sekunden lang sein soll, dann hängt man 3-mal dieses Thema aneinander. Das wird in der Nachproduktion im Schneideraum gemacht. Dort werden diese einzelnen Musikteile so zusammen geschnitten, dass eine einzige Komposition entsteht. Damit steht auch fest, dass der Text im Abspann auf diese besagten 90 Sekunden passen muss. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Also müssen alle Namen so schnell über den Bildschirm laufen (das Tempo ist regulierbar), dass die Zeit perfekt ausgefüllt ist. Übrigens mussten wir einen bewegten Titel-Hintergrund mit dieser Länge drehen. Kein Standbild.

Marco Huber: Weiter geht es mit folgender Frage: Wie läuft eine Drehort-Suche ab?

Michael Werlin: Die Drehort-Auswahl wurde zur damaligen Zeit teils durch die Filmarchitekten, teils durch den Außen-Requisiteur oder auch durch den Regisseur selbst bestimmt. Heutzutage vereinfacht man das, denn man möchte Zeit sparen. Daher gibt es sogenannte „Motiv-Scouts“, die sich in den jeweiligen Regionen auskennen und die Motive bzw. Drehorte der Produktion vorschlagen. Anhand von Katalogen ist somit eine Vorauswahl möglich. Es wird dabei natürlich darauf geachtet, dass eine ausreichende Stromversorgung besteht, genug Parkplätze vorhanden sind und Räumlichkeiten an denen die Schauspieler geschminkt und eingekleidet werden können. Desgleichen Möglichkeiten an welchen das Team verpflegt werden kann. Toiletten sind ebenso notwendig. All dies ist bei einer „Motiv-Suche“ wichtig und muss bedacht werden. Nach diesen Vorschlägen schaut sich der Regisseur mit seinem engeren Team die Location an und wenn sie dem Drehbuch und den Vorstellungen aller entspricht, wird dann dort gedreht. Ebenso sollte der Drehort innerhalb einer überschaubaren Zeit (auch mit LKWs) leicht erreichbar sein. Man kann nicht wegen einer kleinen Szene stundenlang durch die Landschaft fahren.

Wobei wir das bei der Produktion der Drombuschs oftmals gemacht haben. Ich möchte das so erklären: Autor Robert Stromberger hat im Raum Darmstadt viele authentische Orte ins Drehbuch aufgenommen, die dann auch zum Drehort wurden. Unabhängig davon, wie groß der Aufwand oder wie lang die Anfahrt für das Team waren. Ich nenne beispielsweise das Lokal „Blauer Ofen", das weit außerhalb Darmstadts liegt. Es trägt natürlich sehr zur Authentizität der Serie bei, wenn der Zuschauer viele Original-Schauplätze in und um Darmstadt herum wiederentdecken kann. Auch die „Alte Mühle" ist eigentlich ein vom Hotel Maritim (dem Übernachtungsort der Produktion) viel zu weit entfernter Drehort. Das wurde aber aufgrund der Einzigartigkeit des Motivs gerne in Kauf genommen.

Beim letzten Fantreffen haben wir bei der tollen Stadtführung von Marco viele der konkreten Drehorte im Zentrum von Darmstadt besichtigen können und zahlreiche dieser Motive sind auch auf der Drombusch-Homepage zu sehen.


Witta Pohl, Günter Strack, Sabine Kaack und Michael Werlin 1989

Marco Huber: Ein im Forum aktiver Fan möchte wissen: Wie lange dauerte in der Regel ein Drehtag und wo waren die Schauspieler bei den Dreharbeiten in der Alten Mühle in Lengfeld untergebracht?

Michael Werlin: Ein Drehtag dauert für die verschiedenen Branchen eines Filmteams unterschiedlich lange. Das erklärt sich daraus, dass nicht alle Mitglieder am Drehort zur gleichen Zeit arbeiten können, sondern es nacheinander tun müssen, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Für die Masken- und Kostüm-Abteilung beginnt ein Drehtag gegen 5:00 bzw. 5:30 Uhr früh. Sie bereiten im Hotel/Studio soweit alles vor, bis gegen 6:00 Uhr die ersten Schauspieler erscheinen. Diese sind dann in der Regel ca. 1 Stunde in der Maske und beim Kostüm. Danach frühstücken sie und gehen nochmals ihre Texte durch bzw. proben vorab mit ihren Filmpartnern.

Parallel bringen die Produktionsfahrer die anderen Mitglieder des Filmteams wie z. B. die Tonleute, die Beleuchter, Bühnenarbeiter, Requisiteure, Kamera und Regie an den Drehort. Diese bereiten dort die für diesen Tag disponierten Szenen vor. Danach treffen die Schauspieler ein und beziehen die Räumlichkeiten, die für sie als Maske/Garderobe bzw. Aufenthaltsräume vorbereitet wurden. Diese waren bei den Drombuschs-Dreharbeiten in der „Alten Mühle“ im linken Gebäudeteil. Hier war auch der Platz für die Mittagspause des Teams (das Essen wurde für uns von einem Catering-Service angeliefert). Es gab auch Ruhe-Räume bzw. einen Wohnwagen für Witta Pohl und Günter Strack. Heutzutage hat fast jeder Hauptdarsteller seinen eigenen Wohnwagen! Das war damals bei den Drombuschs noch nicht der Fall.

Generell lässt sich sagen: Ein normaler Drehtag sollte durchschnittlich 8 Stunden dauern. Dazu kommt eine halbe Stunde Mittagspause sowie jeweils eine Stunde für die An- und Abfahrt zum Drehort. Gegebenenfalls noch Überstunden. Mit den Vorbesprechungen und der Organisation weiterer Drehtage im Produktionsbüro (Hotel Maritim), sowie dem abendlichen Sichten des gedrehten Materials der Vortage im Schneideraum (die sogenannte „Muster-Vorführung“) sind 14 Stunden keine Seltenheit.

Marco Huber: Wie ging man mit Störfaktoren bei den Dreharbeiten um, wie z. B. Autolärm, Flugzeuglärm oder Passanten?

Michael Werlin: Gerade mit dem Flugzeuglärm hatten wir bei den Dreharbeiten an der „Alten Mühle" in Lengfeld immer wieder zu kämpfen. Besonders zwischen 9:00 - 10:00 Uhr und 16:00 - 17:00 Uhr folgte im Minutentakt eine Maschine auf die Nächste. Man konnte nur geduldig abwarten, bis die Anzahl der Flugzeuge geringer wurde. Für einen rationellen Serien-Dreh hätte man dieses Motiv mit seinen tonlichen Unzulänglichkeiten niemals aussuchen dürfen. Aber für die Drombuschs war manches möglich. Bei den Dreharbeiten wird sehr darauf geachtet, dass die Hintergrund-Geräusche so gering wie möglich sind. Je leiser diese sind, desto angenehmer und zuschauerfreundlicher ist der Ton dann im fertigen Film. Um diese störungsfreien Aufnahmen zu bekommen, muss man eben sehr viel Geduld aufbringen.

Autolärm ist in der Regel ein homogenes Rauschen, das nicht ganz so gravierend ist. Natürlich sollten nicht gerade Traktoren bzw. LKWs vorbeifahren, denn deren Geräusch-Pegel wäre deutlich zu hören. In solchen Fällen werden die Dreharbeiten auch gestoppt, bis sich die Störquelle entfernt hat. Um Unterbrechungen durch Passanten zu vermeiden, sperrt man die Drehorte in der Regel ab, damit nicht plötzlich jemand unvorhergesehen im Bild erscheint oder in die Kamera guckt. Es gibt eine Menge auf das geachtet werden muss und genau diese Sorgfalt ist auch notwendig, um ein zufriedenstellendes Endergebnis zu erzielen.

Marco Huber: Nun eine Frage zur Nachbearbeitung. Mittlerweile schon die 20. Frage: Wie stark hat mal als Regisseur Einfluss auf das Schneiden von gedrehten Szenen?

Michael Werlin: Absoluten Einfluss! Man hat ja die geschriebenen Szenen des Drehbuchs nach seinen Ideen verfilmt, also diese aus verschiedenen Perspektiven drehen lassen. Wie das dann aneinander geschnitten wirkt, findet ursprünglich in der Fantasie des Regisseurs statt. Wie sollen die Blickwinkel sein, wie sollen die Einstellungs-Größen sein? Filmt man eine Nahaufnahme, eine Totale oder eine Halbtotale? Sind zwei Leute im Bild oder nur eine Person? Das entspringt zunächst einmal der Vorstellung des Regisseurs. Diese macht er sich, wenn er das Drehbuch liest, bzw. den Dreh einer Szene vorbereitet und sie dann mit dem Team umsetzt. Man dreht in Deutschland anders als in Amerika. In Amerika wird jede Einstellungs-Größe in allen Varianten durchgedreht. Das heißt die ganze Szene wird Total, Halb-Total, Halb-Nah, Nah und in Groß-Aufnahmen gedreht. So dass man im Schneideraum alle Möglichkeiten der Montage hat. Da verliert der Regisseur die Gestaltungsmöglichkeit. Das macht dort der Schnittmeister, auch „Cutter“ genannt, selbständig im Zusammenklang mit dem Produzenten, der den Film ja später auch vermarktet. In Deutschland hingegen macht der Schnittmeister mit dem „Rohschnitt“ seinen Vorschlag für die erste Form des Films. Er schneidet die täglich gedrehten Szenen nach der Nummerierung auf der Klappe aneinander. Wenn der Film abgedreht ist, kommt der Regisseur hinzu und man überarbeitet gemeinsam diese Version bis zur Endfassung, den sogenannten „Feinschnitt“. Dadurch bekommt der Film das Image, das er nach den Vorstellungen des Regisseurs haben sollte. Bei den Drombuschs wollte Stromberger manchmal, dass spezielle Wirkungen auf ganz bestimmte Art und Weise entstehen sollten. Wenn ich diese mit meinem Schnitt nicht so hinbekommen habe, hat er mich darauf hingewiesen, dass er es gerne anders hätte. Es wurde dann meist nach seinem Willen umgeschnitten. Aber als Regisseur bin ich immer dabei gewesen. Ohne mich hätte der Film nie sein endgültiges Gesicht bekommen. 


Michael Werlin bei den Dreharbeiten zur 4. Drombuschs Staffel 1989

Fans fragen - Michael Werlin antwortet - Teil 5

Marco Huber: Eine Frage, die in unserem Fan-Forum schon diskutiert wurde ist die, ob es sich bei den Szenen in Wien, um den Original-BMW von Vera Drombusch handelte, oder ob es sich um ein angemietetes, ähnliches Modell handelt, welches mit den entsprechenden Nummernschildern ausgestattet wurde?

Michael Werlin: Ich kann diese Frage nicht abschließend beantworten. Da aber Witta Pohls Sohn Florian bei den Dreharbeiten in Wien dabei war, könnte es sein, dass er die Aufgabe hatte, den Wagen dorthin zu fahren (zur Aufbesserung seiner Studium-Finanzierung). Denn jeder, der bei Dreharbeiten dabei ist, muss eine bestimmte Funktion haben. Da Florian bei uns keine andere Funktion hatte, vermute ich sehr stark, dass es sich um den Original-BMW handelte, der von ihm überführt wurde. Die Aufnahmen in Wien wurden zu Beginn der Dreharbeiten der 3. Staffel gemacht. Da zu diesem Zeitpunkt noch viel Geld im Budget war und der BMW uns uneingeschränkt zur Verfügung stand, nehme ich an, dass man ihn auch nach Wien gebracht hat.

Marco Huber: Nun zu einer Frage, in welcher es um den jüngsten Sohn der Drombusch-Familie geht: Wieso wurden die Geschichten rund um Thomi Drombusch nie wirklich vertieft, bzw. wieso wurde seine Präsenz immer mehr zur Randerscheinung?

Michael Werlin: Ich habe natürlich nicht die Drehbücher geschrieben, daher kann ich nur vermuten, wieso dies der Fall war. Für die Rolle des Thomi wurden damals Kinder „gecastet“, das heißt, man hat einen Jungen gesucht, der den kleinen, frechen Sohn spielen konnte. Nun wurde Thomi im Laufe der Jahre natürlich erwachsener. Eike Hagen Schweikhardt hat es aber nicht als seine Profession angesehen, ein Berufs-Schauspieler zu werden. Was sich natürlich ab einem Alter von 16 - 17 Jahren bemerkbar macht, bzw. auf die schauspielerische Qualität Auswirkungen hat. Vom spielerischen Umgang mit der Rolle hin zum Gestalterischen eines Jugendlichen. Wir wissen heute, dass Eike Kameramann geworden ist und er wohl lieber hinter der Kamera arbeiten wollte. Das hat zwar auch etwas mit dem Beruf zu tun, aber seine Leidenschaft lag nicht primär darin, vor der Kamera zu agieren. Ich denke, dass Robert Stromberger einfach nur sein Naturell berücksichtig hat und dadurch Eikes Rolle immer weiter zurück- genommen hat. Und zwar reduziert auf die, von ihm schauspielerisch leicht erfüllbaren Dinge, wie z.B. das Geige-Spielen oder die Situationen um die Bundeswehr. Das war für ihn problemlos spiel- und umsetzbar. Große Liebesgeschichten hingegen, die sich in seinem „Spielalter“ in der 5./6. Staffel dann ja logischerweise hätten ergeben müssen,- mal abgesehen von den kleinen Episoden mit Yvonnche bzw. Assi Sanders (4.Staffel),- hätten ihn möglicherweise an seine überzeugend- glaubhaft- gestalterischen Grenzen bringen können?


Witta Pohl & Michael Werlin beim Drombuschs Fantreffen 2010

Marco Huber: Wie wurden Szenen gedreht, die vor einer lauten Kulisse spielen. Ich nenne beispielsweise das „Darmstädter Heinerfest“. Wurden dort nur die Bilder gefilmt und das gesprochene Wort später nachsynchronisiert oder gibt es Tricks, wie man Nebengeräusche ausblendet?

Michael Werlin: Wenn es solche Tricks gäbe, wäre deren Erfinder mit dem Patent darauf - Milliardär! Denn genau das ist eines der Hauptprobleme beim Film, nämlich,- den Originalton störungsfrei einzufangen! Ein lautes Störgeräusch kann man nicht einfach heraus- filtern. Jedes Geräusch setzt sich aus vielen verschiedenen Frequenzen zusammen, die sich mit den Sprach-Frequenzen überschneiden. Fängt man also an, bestimmte Frequenzen herauszunehmen, verschwinden diese auch im Sprachbereich und die Dialoge der Schauspieler klingen dann „kastriert“. Deshalb gibt es auch kein Verfahren, das dies ermöglicht. Ich erinnere nur an das Problem mit den Vuvuzelas. Und deren Klang hat nur 2 Töne!

(Exkurs: Während der Fußballweltmeisterschaft wurden sogenannte „Vuvuzela-Filter“ angeboten. Neben auf Kerb-, Kammfiltern oder komplexeren Verfahren der Signalanalyse basierenden Filtern, bei denen das Tonsignal des Fernsehgeräts durch spezielle Computersoftware geleitet wird, fanden sich auch betrügerische Angebote. Dabei wurden beispielsweise MP3-Dateien angeboten, die den Vuvuzela-Lärm per Antischall auslöschen sollen – ein Verfahren, das ohne ständige dynamische Phasenanpassung niemals funktionieren kann. Beim Abspielen der MP3 wird der Lärm im Gegenteil lauter.)

Natürlich gibt es verschiedenen Methoden den Sende-Ton zu „glätten“. Zum einen kann man bei extrem- lauten Motiven die Dialoge später nachsynchronisieren. Man dreht die Szenen mit einem Protokoll-Ton, dem sogenannten „Primär-Ton“, der für die Sendung nicht benutzt wird. Geht anschließend ins Ton-Studio und nimmt die Sprache neu auf. Dann legt man einen gewissen Geräuschpegel „hinter“ die sauber aufgenommenen Dialoge. Am Mischpult bringt man das Ganze dann in ein wohltemperiertes Gleichgewicht, so dass es sich im fertigen Film angenehm anhört. Alternativ kann man versuchen, beim Dreh, alle störenden Geräusche, wie etwa Musik, Telefone etc. oder auch die Gespräche von Komparsen, abzustellen. Man kann z. B. die Statisten anweisen, nur so zu tun, als ob sie sprächen. Sie bewegen also nur „stumm“ ihre Münder und in der Nach-Bearbeitung werden dann alle notwendigen Hintergrund-Geräusche (auch ihre Sprache) und gegebenenfalls die Musik, in einem ausgewogenen Verhältnis, hinzu- „gemischt“.


Drombuschs-Fantreffen 2010


So das wär`s fürs Erste. Zu einem späteren Zeitpunkt sicher mehr.

Danken möchte ich Dir, Marco, für Deine unermüdliche Unterstützung und Arbeit in Sachen „Drombuschs“ und allen Fans für ihr Interesse.

Ich sage: Tschüss, bis zum nächsten Mal, bleibt den „Drombuschs“ treu, stellt bitte weiter Eure Fragen und in Anlehnung an eines meiner Lieblings-Zitate (Stomberger möge mir verzeihen):

„Wenn wir jetzt - nach Mick Werups Tod - wieder in unseren Alltag eingespannt sind, werden wir sicher oft an diese Tage denken. Und später einmal, viel später, werden wir sagen: „Es war die traurigste Zeit dieses Jahres“.

Euer Michael Werlin aus Berlin.

P.S. Die Dinge haben immer nur den Wert, den man ihnen verleiht.