Exklusiv Interview mit Marion Kracht

Marco Huber im Gespräch mit Schauspielerin Marion Kracht (Tina Drombusch)



Marion Kracht und Mick Werup als Tina Reibold und Chris Drombuschs in der Folge „Flucht nach vorn“ (Staffel 2, 1985)


Marco Huber:
Liebe Drombusch-Fans. In diesem Jahr feiern wir das 30jährige Jubiläum unserer Lieblingsserie. Der großen Bitte vieler Fans, nach einem Interview mit Marion Kracht, möchte ich gerne nachkommen und habe sie um ein Gespräch gebeten, in welchem wir eure zahlreichen Fragen beantworten wollen. Gerne hat sie uns den Wunsch erfüllt und so sitzen wir hier in Berlin zusammen, um über ihre langjährige Karriere, ihre Zeit bei den Drombuschs, ihr soziales Engagement, sowie über aktuelle Projekte zu sprechen. Hallo Marion, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst!

Marion Kracht: Hallo. Das mache ich sehr gerne.

Marco Huber: Beginnen wir doch gleich mit der ersten Frage: Wie bist du damals zu den „Drombuschs“ gekommen?

Marion Kracht: Von Seiten der Produktionsgesellschaft erhielt ich das Angebot, die neue Freundin von Chris Drombusch zu spielen. Dabei war meine Rolle zunächst nur als kurzes Gastspiel geplant. Angedacht waren lediglich 4 oder 5 Drehtage. Als die Verantwortlichen, allen voran der Autor Robert Stromberger und der Produzent, Professor Gyula Trebitsch, die fertigen Aufnahmen sahen, hat ihnen das Ergebnis so gut gefallen, dass Tina auch in den weiteren Staffeln und Folgen vorkommen und schließlich die Ehefrau von Chris Drombusch werden sollte.

Marco Huber: Was wusstest du denn im Vorfeld über deine Rolle?

Marion Kracht: Nicht sehr viel. Ich wusste zu Beginn beispielsweise, dass wir ein Autorennen bzw. eine Rallye drehen würden. Die Dreharbeiten dazu sind allerdings nicht ganz glatt gelaufen: Die Produktionsgesellschaft hatte für die rasanten Szenen kein Double für mich engagiert, sondern lediglich für Mick Werup. In meinem jugendlichen Leichtsinn sagte ich: „Autorennen finde ich klasse, ich setze mich auch in den gefährlicheren Szenen in das Auto!“ Uns wurde gesagt, dass die Straßen abgesperrt wären, doch leider wurde dabei wohl ein Weg vergessen. Als ich schließlich zusammen mit dem Profifahrer über die Hügelkuppen flog, tauchte auf einmal ein Mähdrescher vor uns auf. Hätte der Fahrer nicht so schnell und gut reagiert, würde ich hier und heute wahrscheinlich nicht mehr sitzen. Das war mein rasanter Beginn bei den „Drombuschs“. Wie gesagt, viel wusste ich über meine Rolle nicht, aber ich hatte schon von der Serie gehört.

Marco Huber: Du hast ja selbst schon angesprochen, dass Tina dann schließlich Chris Drombusch heiratete. Demzufolge hast du viele Szenen zusammen mit Mick Werup gespielt. Wie war für dich die Zusammenarbeit mit ihm?

Marion Kracht: Mick war ein sehr verrückter Kerl mit ganz eigenen Ansichten und Vorstellungen. Wir waren nicht befreundet, aber haben sehr gut zusammengearbeitet. Wichtig für uns war, dass das Endergebnis stimmt und uns die Zuschauer unsere Rollen und Geschichten, die sie letztendlich auf dem Fernsehbildschirm sehen, abnehmen und sich gut unterhalten fühlen.  

Marco Huber: Deine Figur hat über die 5 Staffeln, in denen du dabei warst, viele Geschichten erlebt und demzufolge hattest du viele Szenen zu spielen. Welche Storyline hat dir denn besonders gut gefallen?

Marion Kracht: Mir hat die Entwicklung von Tina sehr gut gefallen. Herr Stromberger hat tolle Charaktere mit eigener Sprache erschaffen. Und diese Charaktere sind im Laufe der Jahre gereift und haben sich weiterentwickelt. So gab es zu Beginn, als Tina die junge, eigenwillige und zickige Frau war, einige Leute, unter anderem meine damalige Agentin, die sagten: „Kannst du sie nicht ein bisschen netter spielen?“ Was natürlich ein ganz falscher Ansatz war. Tina war eine Tochter aus reichem Hause und dementsprechend verwöhnt und eben auch zickig. Das zu spielen hat mir großen Spaß gemacht. Auch die Entwicklung, die diese Figur dann im Laufe der nächsten Jahre durchlebt hat. Dementsprechend habe ich nach jeder Staffel den neuen Drehbüchern entgegen gefiebert, da ich sehr gespannt war, wie sich Tina Drombusch weiterentwickeln würde. Dies im Vergleich zu meiner privaten Entwicklung zu sehen, war für mich sehr spannend und aufregend.

Marco Huber: Mit den Geschichten rund um Tina Drombusch warst du durchweg zufrieden, oder gab es etwas, bei dem du gesagt hast: „Das hätte ich jetzt nicht unbedingt spielen wollen“?

Marion Kracht: Ich war sehr froh, dass meine Rolle kaum politische Statements abgeben musste. Die Geschichten rund um Tina fand ich durchweg spannend. Besonders gut fand ich die Adoptionsgeschichte rund um Richy. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass eine sehr gute Freundin von mir Herrn Stromberger mit allen Informationen rund um das Thema Adoption eines farbigen Jungens versorgt hat, da sie selbst einen farbigen Sohn adoptiert hat. Sie war quasi Patin für diesen Erzählstrang. Das habe ich erst Jahre später erfahren.

Marco Huber: Die Serie war im Jahr 1994 zum Leidwesen vieler Fans mit der 6. Staffel zu Ende. Hättest du persönlich gerne weitergemacht, oder war es für dich in Ordnung, dass es keine weiteren Folgen geben würde?

Marion Kracht: Ich jammerte nicht darüber, dass es zu Ende war, aber ich hätte sicherlich noch gerne 1 oder 2 weitere Staffeln gedreht. Vor einiger Zeit kam die Idee auf, dass man ähnlich wie bei der Schwarzwaldklinik ein Special dreht, um zu sehen, wie sich die Figuren entwickelt haben und was aus ihnen geworden ist. Das hätte mir persönlich großen Spaß gemacht. Leider ist in der Zwischenzeit Witta Pohl verstorben, so dass dieses Projekt wahrscheinlich nicht mehr möglich ist.



Mick Werup (Chris Drombusch) und Marion Kracht (Tina Drombusch) in der Folge: „Die Gretchenfrage“ (3. Staffel, 1988)

Marco Huber: Das hätten wir Fans sicherlich sehr gerne gesehen. Kommen wir zur nächsten Frage: Wenn man über so viele Jahre hinweg eine Serie dreht, entstehen dann Freundschaften bzw. sogar das Gefühl, eine große Familie zu sein?

Marion Kracht: Ich persönlich war mit niemandem bei den Drombuschs direkt befreundet. Aber es war tatsächlich so, dass wir uns alle unheimlich auf jede neue Staffel und das Wiedersehen mit vielen Kollegen gefreut haben. So war die Zeit in Darmstadt und anschließend in Hamburg eine schöne und intensive Zeit. In den 80er und 90er Jahren hatte man im Vergleich zu heute noch sehr viel mehr Zeit, eine gute Serie zu drehen. Das ist heute leider nicht mehr oft der Fall, da alles sehr schnell gehen muss, worunter leider oftmals die Qualität leidet.   

Marco Huber: Du warst in den letzten beiden Jahren bei unseren Drombuschs-Fantreffen zu Gast. Wie war das für dich, nach so vielen Jahren wieder an die Drehorte zurückzukehren und auf große Fans zu treffen, welche die Serie und euch Schauspieler so sehr lieben?

Marion Kracht: Ich muss gestehen, dass ich vor dem ersten Treffen sehr zwiespältige Gefühle hatte. Ich wusste nicht genau, was auf mich zukommt und mich erwartet. Aber ich habe mich auch unglaublich gefreut und es als großes Kompliment angesehen, dass es Leute gibt, die unsere Arbeit auch heute noch zu schätzen wissen.

Außerdem finde ich es toll, welche Kraft, Zeit und Liebe du persönlich in dieses Projekt hineinsteckst und damit die Serie am Leben erhälst.

Bei den Treffen selbst haben mich neben der tollen Organisation die vielen wunderbaren Fans sehr beeindruckt. Besonders, dass dort Fans aller Altersgruppen vertreten waren. Ich finde es unglaublich, dass es auch heute noch so viele Leute gibt, welche die Serie lieben und das obwohl das ZDF es bis heute leider nicht geschafft hat, die Serie komplett zu wiederholen. Ich bin davon überzeugt, dass eine Wiederholung auch gute Einschaltquoten mit sich bringen würde, was ja leider heutzutage die einzige Messlatte des Erfolges ist.



Sabine Kaack (Marion Drombusch) und Marion Kracht (Tina Drombusch) in der Folge „Das Vermächtnis“ (4. Staffel, 1990)

Marco Huber: Du stehst seit vielen Jahren sehr erfolgreich vor der Kamera sowie auf der Theaterbühne. Zweiteilige Frage: Gibt es eine Lieblingsrolle, die du gespielt hast und gibt es eine Rolle, die du gerne spielen würdest?

Marion Kracht: Ich fange mit dem 2. Teil der Frage an. Ich würde sehr gerne einen Klassiker spielen. Ein Stück von Kleist, da mir dessen Sprache so unheimlich gut gefällt. Sehr gerne habe ich die Rollen gespielt, die auch mit meiner persönlichen Entwicklung zu tun haben: Zum einem Christian und Christiane. Die erste ARD-Serie, die aus der Sicht von Jugendlichen erzählt wird. Ich war damals genauso alt wie meine Rolle und die Serie hat mir geholfen, die Entscheidung zu treffen, den Beruf der Schauspielerin zu ergreifen. Regie führte damals Michael Meyer (heute Michael Werlin), mit dem ich dann später auch 2 Staffeln der Drombuschs gedreht habe.

Dann haben mich natürlich die Drombuschs sehr geprägt, da ich diese tolle Rolle über so viele Jahre hinweg spielen durfte. Die Serie war ein riesen Erfolg und ich werde bis heute darauf angesprochen.

Und das 3. Projekt, das ich gerne nennen möchte, ist „Gottes vergessene Kinder“. Darin habe ich eine Gehörlose gespielt und dafür die Gebärdensprache erlernt. Das ganze Ensemble hat mit diesem Stück das Publikum bewegt und es gab eine unheimliche Resonanz darauf. Ich persönlich habe dadurch einen Eindruck davon bekommen, was es heißt, in Deutschland gehörlos zu sein.
 
Marco Huber: Durch deine Rolle in den Drombuschs hast du maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Serie eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehserien wurde. Quotenmäßig gibt es nur eine weitere Serie, die von ein paar Zuschauern mehr gesehen wurde. Die Rede ist von der „Schwarzwaldklinik“. Auch in dieser Serie warst du mit dabei. Welche Erinnerungen hast du an die Dreharbeiten zur beliebtesten Krankenhausserie der Deutschen?

Marion Kracht: Ich erinnere mich gerne an den schönen Süden Deutschlands, an den Schwarzwald. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Es gab bei den Dreharbeiten viele lustige Momente. Auch daran, dass ich parallel zu den Dreharbeiten in Mannheim als Buhlschaft auf der Theaterbühne stand und sofort nach dem Ende der Vorstellungen mit dem Zug nach Freiburg und von dort zu den Dreharbeiten fahren musste. Ich kam dann mitten in der Nacht dort an, musste am nächsten Tag drehen und abends wieder in Mannheim auf der Theaterbühne stehen. Ich hatte immer Panik, dass ich vor lauter Müdigkeit im Zug einschlafe und den Ausstieg an meinem Zielbahnhof verpasse (lacht).

Besonders hat mich gefreut, dass ich auch in der Schwarzwaldklinik wieder mit Jochen Schroeder zusammen gespielt habe, der auch in der Serie „Christian und Christiane“ mein Partner war. Auch erinnere ich mich an den großen Regisseur Alfred Vohrer, der einarmig war und einem seine Holzprothese immer auf die Schulter legte, wenn man ihm nicht richtig zuhörte.

An Sascha Hehn habe ich auch schöne Erinnerungen. Wir waren damals in derselben Agentur, hatten aber leider nicht sonderlich viele gemeinsame Szenen zu spielen. Erst im letzten Jahr standen wir dann endlich einmal gemeinsam als Hauptdarsteller vor der Kamera. Die Zeitungen titulierten dann: „Auf diesen Kuss mussten sie 40 Jahre warten“.

Marco Huber: Auf welche deiner vielen Rollen wirst du denn von deinen Fans am häufigsten angesprochen?

Marion Kracht: Auf die „Drombuschs“ mit Abstand am meisten. Ab und an auch auf die Schwarzwaldklinik. Oft auch auf Christian und Christiane und auf den erfolgreichen 3-Teiler „Flucht ins Paradies“, der auf Samoa spielte. Aber auch auf Projekte aus meiner Kindheit wie beispielsweise das „Feuerrote Spielmobil“.

Marco Huber: Durch deinen Beruf drehst du an vielen Plätzen und in vielen Ländern auf der ganzen Welt. Welcher Platz bzw. welcher Ort hat dich besonders beeindruckt?

Marion Kracht: Das ist wirklich sehr schwer zu beantworten. Samoa war sehr beeindruckend. Vor einigen Jahren habe ich in Namibia gedreht, wo ich in diesem Jahr in anderer Funktion wieder hinreisen werde. Indien ist ein Ort, den ich auch privat sehr oft besucht habe und besuche. Auch durch das ZDF „Traumschiff“ habe ich schon viele wunderschöne Ziele bereist. Es gibt so viele atemberaubende Orte auf der Welt und ich liebe es zu reisen. Daher bin ich sehr dankbar, dass mir mein Beruf die Gelegenheit bietet, dies zu tun.

Marco Huber: Welche aktuellen Projekte stehen zurzeit bei dir an?

Marion Kracht: Ich habe gerade meine Theatertournee mit dem Stück „Auf ein Neues“ abgeschlossen. Mit diesem Stück werde ich Ende 2013 für 2 Monate am Theater auf dem Ku’Damm auftreten und danach ein zweites Mal auf Tournee gehen. Mit dem Bundesminister für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Herrn Dirk Niebel, war ich vor Kurzem in Namibia und Sambia, und habe mir dort verschiedene Projekte, die ich unterstütze, angesehen. Das war ein sehr beeindruckendes und prägendes Erlebnis für mich.

Zudem habe ich vor einem Jahr eine Firma gegründet die „Vevenga“ heißt. Diese Firma vertreibt vegetarische Produkte, die seit Juni diesen Jahres in ausgesuchten Biomärkten und Feinkostläden, sowie im Internet erhältlich sind.



Marion Kracht (Tina Drombusch), Frans Vrolijk (Peter Mertens), Jacques Hipplewith (Richy Streigthner)und Christiane Pauli (Claudia Reibold) in der Folge: „Die treibende Kraft“ (5. Staffel, 1992)

Marco Huber: Dann bleiben wir doch gleich bei diesem Thema. Du bist ja seit vielen Jahren überzeugte Vegetarierin. Wie wurdest du zur Vegetarierin und wie kam es schließlich zu deiner vegetarischen Produktlinie?

Marion Kracht: Zur Vegetarierin bin ich folgendermaßen geworden: 1989 war ich in Indien und habe gesehen, wie die Menschen dort mit Fleisch umgehen. Ich wollte meinen Urlaub gerne gesund überstehen und habe mich deshalb entschieden, dort nur vegetarisch zu essen. Schnell habe ich bemerkt, wie vielfältig das vegetarische Speisenangebot ist und wie viel besser es mir ohne Fleisch ging. Ich hatte viel mehr Energie und habe das zum Anlass genommen, mich mit dem Thema „Vegetarisch leben“ zu beschäftigen. Und mir wurden schnell 3 Dinge klar:

Zum einen kann und will ich keine Tiere töten und folgerichtig auch nicht deren Fleisch essen. Zum anderen ging es mir, wie gesagt, durch die Ernährungsumstellung deutlich besser und letztendlich schont der Verzicht auf Fleisch auch die Umwelt. Ich bin Mutter von 2 Kindern und leiste damit meinen Beitrag für den Schutz der Umwelt.

Zu der Idee meine Firma zu gründen kam es dadurch, dass ich selbst auch sehr gerne und gut und genussvoll esse. Es ist schon länger bekannt, dass ich Vegetarierin bin und so sind über die Jahre hinweg immer wieder Menschen an mich herangetreten, die gerne ohne Fleisch leben wollen, aber ihre Schwierigkeiten damit haben, passende, geschmackvolle Lebensmittel zu finden bzw. vegetarisch zu kochen. Dadurch wurde mir klar, dass man, wenn man vegetarisch kocht, auch Ahnung von der Materie haben sollte. Das Zubereiten dieser Speisen ist zeitaufwendiger, was leider den ein oder anderen davor zurückschrecken lässt. Auf dem Markt gibt es leider keine oder kaum Produkte, die einem das vegetarisch Leben und Kochen erleichtern.

Und da habe ich für mich entschieden: Wenn es das nicht auf dem Markt gibt, dann mache ich es selbst! Als gute und leidenschaftliche Köchin habe ich die Rezepte selbst entworfen und daraus meine Produktlinie hervorgebracht. Zu Beginn dieses Projektes haben mich einige für irre gehalten, aber ich bin diesen Weg gegangen. Und es hat geklappt.
 
Marco Huber: Allen Fans, die sich für Marion Krachts vegetarisch-vegane Produktlinie interessieren, sei ihre Facebookseite (www.facebook.com/marionkracht), sowie ihre Homepage (www.marionkracht.de) ans Herz gelegt. Dort findet ihr alle notwendigen Informationen und die Weiterleitung auf den Onlineshop.

Kommen wir zur nächsten Frage: Du bist auch ein sozial sehr engagierter Mensch. Erzähl uns doch bitte etwas zu deinen Projekten!

Marion Kracht: Ich unterstütze seit vielen Jahren das Kinderhilfswerk „Plan International“ und habe seit Anfang der 90er Jahre Patenkinder auf der ganzen Welt. Seit 2009 bin ich Kuratoriumsmitglied.

Außerdem engagiere ich mich für die „Berliner Tafel e.V.“. Diese Tafeln gibt es deutschlandweit. Ehrenamtliche Mitarbeiter sammeln dort Lebensmittel ein, die sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern und stellen diese noch einwandfreien Lebensmittel bedürftigen Menschen kostenfrei oder gegen ein sehr geringes Entgelt zur Verfügung. Auch bin ich Patin der „Biobrotbox“. Diese Aktion setzt sich dafür ein, Kindern aufzuzeigen, was gesunde Ernährung ist und dass diese auch sehr lecker schmecken kann. Diese Biobrotboxen bekommen die Kinder von uns am ersten Schultag.

Für die „Fair Play Stiftung“ bin ich auch gerne tätig. Diese machen für und mit Kindern interessante, kulturelle Projekte.

Alle meine Projekte liegen mir sehr am Herzen und ich setze mich gerne dafür ein.

Marco Huber: Durch deinen Beruf und dein tolles soziales Engagement lernst du sehr viele Menschen kennen. Gibt es eine oder mehrere Personen, prominent oder nicht prominent, die dich sehr beeindruckt haben?

Marion Kracht: Ich hatte das große Glück, den ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela kennen zu lernen. Wobei „Kennenlernen“ ist jetzt übertrieben. (lacht) Ich durfte ihm die Hand schütteln und dafür war ich sehr dankbar, da ich ihn sehr verehre. Was dieser Mann in seinem Leben erschaffen und geleistet hat, finde ich großartig und zolle ihm großen Respekt dafür.
Das Gleiche gilt für den Dalai Lama.

Auch gibt es in meinem Freundeskreis Menschen, denen ich sehr viel zu verdanken habe und ich bin auch sehr glücklich, mit diesen Menschen befreundet zu sein.

Marco Huber: Dann sind wir leider auch schon am Ende dieses Interviews. Vielen Dank, Marion, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Du bist eine tolle Schauspielerin und dein Engagement als Privatperson beeindruckt uns alle sehr.

Gibt es etwas, dass du deinen Fans gerne noch sagen möchtest?

Marion Kracht: Ich danke auch herzlich. Hat mir viel Spaß gemacht!

Liebe Drombusch-Fans: Danke für eure Treue und Begeisterung über die vielen Jahre hinweg. Ich hoffe sehr, dass das ZDF die Serie bald einmal komplett an einem Stück wiederholt. Das würde uns allen sehr viel Freude bereiten. Herzliche Grüße an alle, bis bald und weiterhin viel Spaß mit den „Drombuchs“.




Marion Kracht (Tina Drombusch) und Sigmar Solbach (Dr. Maximilian Lechner) in der Folge: „Der Aufbruch“ (6. Staffel, 1994)