Folge 5 „Das Konzert“

 

Inhalt:

Oma Drombusch hat eine Verabredung mit Herrn Diehl. Dieser erscheint aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt. Tief gekränkt verbringt sie den nächsten Tag im Bett und steht erst wieder auf, nachdem ihr Sigi ins Gewissen redet. Marion ist arbeitslos und hat sich inzwischen eine eigene Wohnung gemietet. Um die Miete bezahlen zu können leiht sie sich von Chris und Oma Geld. Vera und Sigi sind damit beschäftigt, sich gegenseitig eifersüchtig zu machen. Dabei werden die Ideen immer kreativer und ausgefallener. Oma hat sich von einer alten Freundin und Herrn Diehl (der nach einen Besuch bei der Taufe seines Enkels wieder aufgetaucht ist) zu einen Klavierkonzert überreden lassen; sehr zum Leidwesen von Sigi, der eine Blamage befürchtet. Während Omas Konzert ein voller Erfolg wird, erwischen Chris und sein Kollege zwei Personen beim Einbruch in ein Radiogeschäft. Während Chris Kollege einen der Gauner verfolgt wird Chris durch einen Schuss ins Gesicht verletzt. In seiner Panik schießt er blind darauf los, mit fatalen Folgen….

 
Darsteller:
  • Vera Drombusch (Witta Pohl)
  • Siegfried „Sigi“ Drombusch (Hans-Peter Korff)
  • Marion Drombusch (Sabine Kaack)
  • Christoph „Chris“ Drombusch (Mick Werup)
  • Thomas „Thomi“ Drombusch (Eike Hagen Schweikhardt)
  • Margarete Drombusch (Grete Wurm)
  • Herr Diehl (Hannes Messemer)
  • Herr Immelmann (Franz Rudnick)
  • Tante Claudia (Almut Eggert)
  • Hedwig von Köster (Gerda Maria Jürgens)
  • Horst Fullner (Michael Boettge)
  • Frau Schlief (Gaby Reichardt)
  • Sozialdezernent Brecher (Helmut Ahner)
  • Polizeihauptkommissar Ritzert (Karl-Heinz Hess)
  • Arzt (Manfred Reddemann)
  • Einbrecher (Aart Veder)

Erstsendung Sonntag 08.01.1984 20:15 Uhr Dauer 00:58 Uhr 11,76 Mio


Zitate:

Sigi: Wenn ich den erwische, der die Steuer erfunden hat.

Sigi: Und wann kommst du zurück?
Vera: Das kann später werden.
Sigi: Das stinkt mir langsam.

Sigi (zu Thomi): Dummheit muss bestraft werden….

Chris (über Marion): Die Biene nimmt uns ganz schön aus.

Thomi: Ihhh, wie schmeckt denn der Tee?
Sigi: Das ist Jasmin-Tee! Einen Anderen konnte ich nicht finden.
später:
Vera: Sag mal, was ist eigentlich mit deinem Fahrrad passiert?
Thomi: Das ist kaputt. (zu Sigi) Der Tee ist prima!

Sigi (zu Oma): Dann denk mal an die, die wirklich allein sind. Die nicht das Glück haben in der Familie alt zu werden. Die in einem anonymen Hochhauskasten tagelang im Bett liegen, ohne dass es jemand weiß, geschweige denn, dass ihnen jemand hilft. Die in dem Bewusstsein gesund werden sollen: Ich kann hier sterben und es kräht kein Hahn nach mir. Die haben Grund zu resignieren, aber die tun das nicht, weil sie sich den Luxus nicht erlauben können. Und die legen sich schon gar nicht ins Bett, wenn sie seelische Blähungen haben. Dir geht es zu gut. So, das musste mal gesagt werden.

Vera (über Sigi): In seiner göttergleichen Ahnungslosigkeit kommt’s ihm gar nicht in den Sinn, dass mich neben ihm noch ein anderer Mann faszinieren könnte. Und wenn dann sagt er höchstens: Du kannst doch tun und lassen was du willst, mein Herz!
Tante Claudia: So doch froh, über so einen toleranten Mann!
Vera: Tolerant ist nur ein Trottel, und Sigi ist keiner.

Vera: Interessiert es dich gar nicht wo ich war?
Sigi: Du wirst es schon wissen.

Frau Schlief: Ich kann für sie nur hoffe, dass sie bald jemande finde.
Sigi: Was wir suchen gibt es nicht – offenbar.
Frau Schlief: Und mich gibt’s hier jedenfalls nicht mehr lange. Mit Sicherheit!

Oma: Man muss sich nicht so wichtig nehmen, wichtig sind die Anderen.

Sigi: Der liebe Gott bewahre uns vor unseren guten Taten.
Vera: Das Gute in der Welt kommt nur durch die Guten.
Sigi: Aber nicht durch die Dilletanten.

Vera: Meinst du nicht, wir sollten ihr (Marion) helfen?
Sigi: Nein! Oben steht ihr Zimmer leer. Sie kann jederzeit hierher kommen. Stolz muss man sich leisten können!
Vera: Versteh sie doch! Sie will eben nicht wieder hier unterkriechen – in ihrem Alter!
Sigi: Vera, es gibt viele Dinge, die will ich auch nicht. Ich muss mich eben damit abfinden, oder ich muss es ändern. Sich von Dritten helfen lassen, ist keine Lösung. Im Übrigen hat sie sich das alles selbst zuzuschreiben mit der Kündigung und so. Und alles wegen der Rosinen im Kopf: Sie wird Schlagersängerin. Nun soll sie sehen, wie sie da rauskommt!
Vera (sarkastisch): Du hast immer so furchtbar recht!

Vera: Was war übrigens mit dieser Sekretärin?
Sigi: Achso, ja! Also was sie fachlich kann, das wird sich zeigen müssen. Mit Sicherheit ist sie eine kluge, charmante Person. So circa neunundzwanzig. Hatte irgendwie Pech gehabt. Ein Glücksfall!
Vera: Und das weißt du gleich nach einem Gespräch?
Sigi: Bei Glücksfällen, weiß man das immer gleich!


Besonderheiten:

  • Hedwig von Köster betreut für das deutsche Sozialwerk die „Gruppe Darmstadt“
  • in dieser Folge wird die Adresse der Familie Drombusch genannt, das Wohnhaus sowie das Antiquitätengeschäft befindet sich in der Wilhelminenstr. 29 (dabei handelt es sich auch um die tatsächliche Adresse an der auch tatsächlich gedreht wurde)
  • Thomi ruiniert sein Fahrrad beim Radball spielen
  • Herr Diehl ist zu der Taufe seines Enkels nach Hamburg gefahren
  • Marion leiht sich von Chris „zwei große Braune“ (2.000 DM)
  • die Mitarbeiterin des Kulturforums, die Krankheitsbedingt ihre Stellung aufgibt, heißt Frau Schäfer
  • Oma Drombusch und ihr Mann Ernst habe zu dessen Lebzeiten regelmäßig Kammermusikkonzerte gegeben
  • Herrn Diehls Lieblingslied, ist das von Christian Sinding 1896 komponierte „Frühlingsrauschen“
  • da Grete Wurm im Gegensatz zu ihrer Rolle nicht Klavier spielen konnte, wurde sie für die entsprechenden Szenen gedoubelt 
  • Sigis angebliche neue Sekretärin, die er benutzt um Vera eifersüchtig zu machen, heißt Frl. Hellinghausen
  • Omas Klavierkonzert findet in der Orangerie statt
  • der Flügel auf dem Oma Drombusch spielt ist von der Firma „Steinway & Sons“
  • diese Folge beinhaltet eine wunderschöne Kameraeinstellung; während des Konzertes spiegeln sich u. a. Sigi und Vera im Flügel
  • das Geschäft in dem Chris und sein Kollege Horst Fullner die Einbrecher stellen, heißt „Radio Kern“ und befindet sich in der Heinrichstraße (Telefonnummer: 91154)


Fehler:

  • die Szene, in der Oma vor dem „Kaufhof“ auf Herrn Diehl wartet, stimmt die Uhrzeit nicht: laut Omas Aussage ist es 18.00 Uhr, die Turmuhr im Hintergrund zeigt allerdings erst kurz nach 17.00 Uhr an (07:46)
  • als Sigi Thomi ins Bett schickt, zeit die Uhr im Hintergrund die Uhrzeit 21:10 Uhr an; außerhalb der Fenster ist es Taghell; selbst im Hochsommer müsste es um diese Zeit bereits stark dämmern (37:19)
  • beim Konzert fährt während der Rede des Sozialdezernenten die Kamera rückwärts durch den Saal und zeigt das Publikum, dabei ist eine Zuschauerin zu erkennen, die sich umdreht und der Kamera nachsieht und von ihrer Sitznachbarin strafend auf die Wange getätschelt bekommt (52:52)


Gastschauspieler:

  • in einer Gastrolle als Hedwig von Köster ist die Schauspielerin und Synchronsprecherin Gerda Maria Jürgens zu sehen, sie wurde am 10.05.1917 in Danzig geboren und ist am 02.12.1998 im Alter von 81 Jahren verstorben; Frau Jürgens spielte in über 50 Kino-, Film- und Fernsehproduktionen, u. a. in: „Adelheid und ihre Mörder“, „Rosamunde Pilcher“ und „Der Landarzt“; außerdem sprach sie in den „Scotland Yard“ Hörspielen die Granny Josephine Summerstick
  • diese Folge stellt den zweiten und letzten Auftritt von Almut Eggert alias Tante Claudia dar, sie war somit in insgesamt 2 Episoden (Folgen: 2 & 5) zu sehen

Drehorte:
  • Innenstadt (vor Kaufhof)
  • Wohnung Familie Drombusch (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer, Flur 1. Stock, Gästezimmer, Küche, Esszimmer, Treppenhaus, Bad, Zimmer Thomi)
  • Antiquitätengeschäft (Büro, Verkaufsraum)
  • Fußgängerzone (Seitenstraße nähe Antiquitätengeschäft, Straße vor dem Antiquitätengeschäft)
  • Autohaus
  • Wohnung Marion (Flur, Wohnzimmer, Straße vor dem Haus)
  • Telefonzelle
  • Kaufhof (Restaurant, Bekleidungsabteilung)
  • Wohnung Herr Diehl (Treppenhaus, Flur, Wohnzimmer)
  • Wohnung Tante Claudia (Wohnzimmer)
  • Restaurant
  • Kulturforum (Sekretariat, Büro Sigi)
  • Orangerie (Festsaal, Künstlergarderobe, Park)
  • Fabrikgelände (Ladengeschäft, Parkplatz)
  • Krankenhaus (Behandlungszimmer)
  • Polizeirevier (Zimmer Revierleiter)
  • Disco
  • Restaurant