Folge 35 „Im Abseits“

 

Inhalt:

Vera hat überstürzt im Alice Hospital gekündigt, nachdem sie fälschlicherweise einer Unachtsamkeit bezichtigt wurde. Eine neue Aufgabe findet sie in der Betreuung hilfsbedürftiger Menschen. Dies lenkt sie etwas von ihrer eigenen Einsamkeit ab. Bei einem Besuch bei ihrer Schwiegermutter, beschädigt sie beim Einparken versehentlich ein anderes Fahrzeug. Da der Besitzer des Fahrzeuges nicht auffindbar ist, hinterlässt sie an der Windschutzscheibe einen Zettel mit ihrer Anschrift. Die durch die ständigen Proben des Päan-Trios genervte Nachbarin beobachtet den Vorfall. Kurze Zeit später erscheinen zwei Polizeibeamte bei Vera. Sie wird der Fahrerflucht bezichtigt. Vera, die nach der Einnahme von Medikamenten und Alkohol teilnahmslos erscheint, wird zur Blutprobe mit aufs Revier genommen und verliert in Folge dessen ihre Fahrerlaubnis. Herbert Reibold sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft und weigert sich, ein Geständnis abzulegen. Er möchte sein Lebenswerk, die Reibold Werke, auf keinen Fall gefährden. Sein Freund und Anwalt Ulrich Pötschmann, Claudia und Tina raten ihm dringend, eine unbeteiligte Person mit der Geschäftsleitung zu betrauen und schlagen Maximilian Lechner vor. Nachdem Tina ihrem Vater zugesichert hat, dass sie ihren Job beim Darmstädter Echo aufgibt und fortan in der Firma mitarbeiten wird, stimmt dieser schließlich zu. Ludwig besucht seine ehemaligen Schaustellerkollegen auf dem Rummelplatz. Nach wie vor fühlt er sich für das mittlerweile hochschwangere Yvonnche verantwortlich. Der Vater des Kindes, Jürgen Baumert, leidet unter der Tatsache, das Yvonnche zwar das Kind, nicht aber den Mann dazu möchte. Auch seinem alten Freund, Joseph „Puppe-Sepp“ Riedlinger, Inhaber eines antiken Puppentheaters, stattet Ludwig einen Besuch ab. In einem tiefgründigen Gespräch erkennt Ludwig, dass es unterschiedliche Arten von Glück gibt. In der Beziehung von Marion und Maximilian beginnt es zu kriseln: Beide haben berufsbedingt sehr wenig Zeit füreinander. Zudem hat Maximian eben so wenig Verständnis für Marions Plan, die Katakomben in eine Striptease-Bar umzuwandeln, wie Marion für Maximilians Plan die Geschäftsführung der Reibold-Werke zu übernehmen. Ludwig und Marga haben Margas Geburtstag als den Tag ausgewählt, an welchen sie ihre Verlobung verkünden wollen. Doch die rauschende Feier nimmt für Ludwig eine unangenehme Wendung…

 

Darsteller:

Vera Drombusch (Witta Pohl)
Marion Drombusch (Susanne Schäfer)
Thomas „Thomi“ Drombusch (Eike Hagen Schweikhardt)
Margarete Drombusch (Grete Wurm)
Bettina „Tina“ Drombusch (Marion Kracht)
Daniel Drombusch (Jan Harndorf)
Ludwig Burlitz (Günter Strack)
Yvonne „Yvonnche“ Boxheimer (Anja Jaenicke)
Richy Drombusch (Jacques Hipplewith)
Marga Diebelshauser (Simone Rethel)
Herbert Reibold (Heinz Gerhard Lück)
Claudia Reibold (Christiane Pauli)
Dr. Maximilian Lechner (Sigmar Solbach)
Frau Braatsch (Margret Homeyer)
Frau Werbelhoff (Jane Tilden)
Hermann Eurich (Hans Weicker)
Udo Buchler (Lutz Michael)
Holger Kretschmar (Max Herbrechter)
Jürgen Baumert (Christian von Richthofen)
Ulrich Pötschmann (Karl Michael Vogler)
Herr Achenburger (Werner Eichhorn)
Frau Iffitz (Ruth Nimbach)
Herr Schleewein (Horst Pönichen)
Joseph „Puppe-Sepp“ Riedlinger (Richard Beek)
Staatsanwalt Burg (Eric P. Caspar)
Herr Pölzer (Heinz Rennhack)
Dr. Wendt (Hans Caninenberg)
Peter Däumel/ Gast im L’Auberge (Hans Joachim Heist)

 

Erstsendung Montag 03.01.1994 19:26 Uhr Dauer 01:26 Uhr 9,57 Mio Zuschauer

Zitate:


Marion:
Das Leben ist lebensgefährlich. Das haben schon die alten Römer gewusst.

Marion (über Frau Braatsch): Nicht alles gehört ihr, nur weil ihr Sohn ihr gehört.

Oma: Zu spät, Sie sind zu spät, Frau Werbelhoff.
Frau Werbelhoff: Ja, wenn Sie zu spät nicken.
Oma: Ich habe vollkommen richtig und deutlich genickt.
Frau Werbelhoff: Das konnte man auch für Leidenschaft halten.
Oma: Zwischen meinem Nicken und meiner Leidenschaft liegt ja wohl einiges.

Frau Werbelhoff: Ich warte nur, bis die Frau sie eines Tages anzeigt.
Oma:
Tut die nicht, die klopft lieber.
 
Gast: Sie waren früher auch schneller gewese.
Hermann Eurich: Ja früher, lieber Mann, da war’n wa all’ schlanker.
 
Peter Däumel: Herr Ober.
Hermann Eurich: Ein gutes Bier dauert siebe Minute.
Peter Däumel: Ich wart aber schon vierzehn.
Hermann Eurich: Dann werde se zwei Bier bestellt habbe.
 
Puppe-Sepp: ... Nö, nö, Ludwig. Sich treu bleiben und in die Stiefel sterben. Das wär was.

Marion: Wer zuviel isst, hat immer eine Ausrede.

Marion: Oma, weißt du was von Mutti?
Oma:
Wieso?
Marion:
Sie ist so anders, so ohne Saft und Kraft. Hat sie was?
Oma:
Sie hätte sich früher bemühen sollen, ein Instrument zu lernen. Dann hätte sie jetzt eine Aufgabe.

Dr. Wendt: Je tiefer jemand in ein Loch gefallen ist, umso schwerer ist es, ihm wieder raus zu helfen.

Dr. Wendt (zur Familie über Vera): Wenn man sie schon nicht mehr braucht, nun das bringt der Lauf der Welt so mit sich, dann sollte man ihr wenigstens das Gefühl geben, dass man sie liebt.

Ludwig: Wer zusieht, wie ein anderer ins offene Messer rennt und unternimmt nichts, der ist nicht besser wie der, der das Messer hinhält.

 

Besonderheiten:

Christian von Richthofen alias Jürgen Baumert hat in dieser Episode seinen ersten Auftritt

Ludwig besucht mit Richy und Daniel die Darmstädter „Frühjahrsmess“

Oma, deren Demenz von Folge zu Folge schlimmer wird, hat einen „Teppichtick“ und kauft einen Perserteppich nach dem anderen

Das Auto, welches Vera beim einparken beschädigt, ist ein braun-roter Peugeot mit dem Kennzeichen: DA-PE-405

Das Kasperle-Theater von Joseph Riedlinger heißt „Seppl’s Kasper-Theater“; er spielt das Stück „Der Räuber in der Kiste“

Das Zitat „Ganz schön“ wird in dieser Folge ein Mal gesagt (Maximilian Lechner)

Vera hat bei der Blutprobe durch die Polizei einen Promillewert von 0,1 Promille

Die Kur von Joseph Riedlinger (Puppe-Sepp) beginnt an dem Montag nach Frau Diebelshausers Geburtstag

Der Ausspruch „Sei lieb“ ist in dieser Episode ebenfalls ein Mal zu hören (Marion)

Thomi ist in dieser Folge erst nach 1:13 Stunden zu sehen

Marion spricht in dieser Folge einige Brocken hessisch, was unüblich für ihren Charakter ist und bisher in der Serie nicht geschehen ist

Vera leidet an einer reaktiven Depression und wird in die „Sigmund-Freud-Klinik“ eingeliefert.

 

Fehler:

Als Vera zu Beginn der Episode mit der älteren Dame den Aufzug verlässt, spiegelt sich im Fenster der Aufzugstür ein Mitglied des Filmteams

Als Tina mit Maximilian Lechner im Straßencafe sitzt, legt Tina ihre Handtasche auf einen Stuhl; der Griff der Tasche bleibt auf dem Tisch liegen; dann kommt ein Schnitt, die Szene ist aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, und siehe da: der Griff ist wie durch ein Wunder vom Tisch gerutscht

Das Bild von Vera, welches zu Beginn der Folge auf der Telefon-Kommode neben dem von Chris stand, ist im zweiten Teil der Episode plötzlich verschwunden

Thomi erzählt Ludwig gegen Ende der Folge, dass im Yvonnche ihm „gesagt“ hat, wo er sich aufhält; es wäre interessant zu sehen, wie die stumme Yvonne das erzählt hat

Eva Zlonitzky und Janina Hartwig werden im Abspann dieser Folge genannt. Eva Zlonitzky, welche Herrn Reibolds Sekretärin spielt ist aber in dieser Folge nicht zu sehen; auch Janina Hartwig als Maximilian Lechners Sekretärin Frau Weidich, hat erst in Folge 36 ihren ersten Auftritt.

 

Gastschauspieler:

Als Herr Pölzer, Beamter des Ordnungsamtes, ist der Schauspieler Heinz Rennhack zu sehen, er wurde am 05.03.1937 in Danzig geboren und spielte in Duzenden Theater-, Film- und Fernsehproduktionen; in den 60er Jahren wirkte er in einigen DDR Filmen mit, auf Grund der politischen Einschränkungen trat Rennhack ab 1984 nicht mehr auf und kehre 1987 von einem Auftritt in Westberlin nicht nach Hause zurück

In der Rolle des Dr. Wendt ist der Schauspieler Hans Caninenberg zu sehen, er wurde am 14.01.1913 in Duisburg geboren und ist u. a. durch zahlreiche Auftritte in den Krimiserien „Der Alte“ und „Derrick“ bekannt

Als für die Ermittlungen gegen Herbert Reibold zuständigen Staatsanwalt Burg, ist der Schauspieler Eric P. Caspar zu sehen, er wurde am 14.05.1941 in Zürich geboren und spielte in über 200 Theater-, Film- und Fernsehproduktionen, u. a. in: „Der Alte“, „Ein Bayer auf Rügen“, „Stockinger“ und „Forsthaus Falkenau“

Als Gast im L’Auberge ist ein alter Bekannter zu sehen: Hans Joachim Heist (der in der 2. Staffel den Handwerker Peter Däumel gespielt hat)

Obwohl er in den kommenden Folgen noch des Öfteren erwähnt wird, hat Werner Eichhorn alias Herr Achenburger hat in dieser Folge seinen finalen Auftritt, er war somit in insgesamt 2 Folgen (Folgen: 34 und 35) zu sehen

Auch Karl Michael Vogler alias Rechtsanwalt Ulrich Pötschmann verabschiedet sich mit dieser Episode aus der Serie, er war in insgesamt 2 Folgen (Folgen: 34 und 35) mit dabei

Margret Homeyer alias Frau Braatsch ist ebenfalls das letzte Mal zu sehen, sie war in insgesamt 7 Episoden (Folgen: 28 – 30, 32 -35) zu sehen