Folge 10 „Das provozierte Verhängnis“


Inhalt:

Die Drombuschs ziehen in die unfertige „Alte Mühle“ in der die Umbaumaßnamen nach dem langen Baustopp wieder angelaufen sind. Sigi’s gesundheitliche Probleme werden immer gravierender, doch versucht er diese der Familie zu verheimlichen. Nach dem Tod von Marions Chef, bietet ihm dessen Witwe eine Geschäftsbeteiligung an, welche Marion gerne annimmt. Tina und Chris sind mittlerweile ein Liebespaar und genießen die gemeinsame Zeit. Getrübt wird das junge Glück durch Tinas Eltern, die Probleme mit Chris Beruf als Polizist haben. Währenddessen werden die finanziellen Sorgen von Vera und Sigi immer größer. Sie haben mit pfuschenden Handwerkern und mit einem durch die Kälte hervorgerufenen Baustopp zu kämpfen. Um sich abzulenken verabreden sich die Beiden im Theater. Vera wartet allerdings vergebens und befürchtet das Schlimmste. Ihre Vorahnung bewahrheitet sich, als sie einen Anruf aus dem Krankenhaus erhält. Sigi liegt mit schweren Herzproblemen auf der Intensivstation….


Darsteller:

  • Vera Drombusch (Witta Pohl)
  • Siegfried „Sigi“ Drombusch (Hans-Peter Korff)
  • Marion Drombusch (Sabine Kaack)
  • Christoph „Chris“ Drombusch (Mick Werup)
  • Thomas „Thomi“ Drombusch (Eike Hagen Schweikhardt)
  • Margarete Drombusch (Grete Wurm)
  • Daniel Drombusch (Thorben & Thorsten Mahler)
  • Ludwig Burlitz (Günter Strack)
  • Tina Reibold (Marion Kracht)
  • Claudia Reibold (Christiane Pauli)
  • Trude Jantzen (Christa Siems)
  • Joost Zimmermann (Till Topf)
  • Wolfgang Hertel (Dirk Laasch)
  • Andreas Petersen (Nottker Schweikhardt)
  • Walter Baier (Thomas Roether)
  • Frau Kummer (Else Quecke)
  • Herr Kahlke (Raider Müller-Elmau)
  • Peter Däumel (Hans Joachim Heist)
  • Handwerker (Siegfried Heinrichson)
  • Herr Kerber (Egon Reimers)
  • Dr. Leonhardt (Peter Danzeisen)
  • Möbelpacker (Werner Rühl)

Erstsendung Dienstag 19.11.1985 20:15 Uhr Dauer 00:58 Uhr 17,68 Mio


Zitate:

Ludwig (zu den Handwerkern): Na los hopp, hopp. Ä bissche flüssig.

Oma: Hund, du bist gefräßig!

Sigi (über einen antiken Spiegel): Der ist von 1798! 
Möbelpacker: Dann wird’s auch mal Zeit für ä Neue!

Sigi: Schöne Grüße an Mutter und bring sie zum Kaminabend mit!
Chris: Smoking oder Dinner Jacket?
Vera: Dicker Mantel und Stiefel!

Vera: Die haben unserer Taschen mitgenommen!
Sigi: Ja, man stellt sie auch nicht dorthin, wo so was passieren kann!
Chris: Schlaf ich eben im Slip!
Sigi: Es gibt bedeutend Schlimmeres?
Chris: Wie ich diesen Satz liebe!
Vera: Was meinst du, was Vati später sagt, wenn zum Mittagessen die Gulaschsuppe in der Tasche schwimmt?!
Sigi: Vera, du hat ja Recht! Aber ich finde inzwischen alles komisch. Wir wollen uns verbessern und zeihen in ein Rohbauchaos – am 29. Dezember. Wer da nicht lacht, ist selber Schuld!
Vera: Ja, wir lachen!
Sigi: Erheitert euch, dann ärgert’s nicht! …
Chris: Darf ich dich zu gegebener Zeit daran erinnern?
Sigi: Vater würde sagen: Wer an den Humor appelliert, übt tätige Nächstenliebe!

Sigi: Was Recht ist Herr Kahlke, das sagt mir immer noch der Anstand. Aber der kann ihnen nichts sagen.

Ludwig: Sie machen wohl Frühstück und Mittag in einem?
Peter Däumel: Gucke se mal da ober der Tür – komme sie da ohne Gerüst dran?
Ludwig: Nein. Aber da unne!
Peter Däumel: Verputzt wird von obbe nach unne, und nit von unne nach obbe.

Frau Jantzen: Vielleicht studiert ja einer von den jungen Männer Rechtsanwalt. Da können sie sich ja mal erkundigen!

Ludwig (über das bestellte Geländer): Oh, das gibt Ärger.
Vera: Also für 20.000 Mark kann man sich auch ruhig schon mal ärgern, das vergeht auch wieder.

Handwerker: Na, langsam wird’s.
Sigi: Langsam, sehr langsam.

Sigi (zu Ludwig): Sag mal, woher hast du diese Firma? Der eine betätigt sich als Heizer – und der anderer wartet aufs warme Wasser!

Sigi: Alles verstehen heißt alles verzeihen.

Sigi: Was wir heute billig machen lassen, werden wir immer billig haben.

Sigi: Ludwig, wer hat das angegeben?
Ludwig: Was?
Sigi: Mit dem Geländer!
Ludwig: Ach so, ja – das – das ist immerhin eine Ersparnis von 20.000 Mark und -.
Sigi: Was gehen dich unsere Ersparnisse an? Hast du darüber zu befinden, was in unser Haus kommt? Was nimmst du dir denn hier raus?
Ludwig: Mein Gott, aus der Entfernung sieht man das gar nicht!
Sigi: Ich bin Antiquitätenhändler, und kein Verkäufer von Jägerzäunen. Nimm bitte zur Kenntnis, dass dies hier unser Haus ist, und kümmere dich gefälligst um deine eigenen Angelegenheiten! Damit hast du genug zu tun!
Ludwig: In diesem Ton kannst du mit mir nicht reden! Lächerlich! Wegen einem Geländer! Bestell dir doch dein Handgeschnitztes. Bezahle ich eben die Dinger hier.
Sigi: Wovon denn?
Ludwig: Wie, wovon?
Sigi: Wovon denn? Ludwig!

Sigi: Hast du das so angegeben? (die Geländerbestellung)
Vera: Ja! Ich möchte nämlich noch was von dir haben. Unsere schönen Möbel werden sicher nicht hässlicher durch ein Geländer, das maschinell geschnitten und nicht handgedrechselt ist. Hm? Du komm, das wird alles kalt!
Sigi: Das ist eine Stilfrage! Wenn du gerne von Papptellern isst, weil es für dich keine Rolle spielt, ob sie aus Porzellan sind oder aus Papier, dann habe ich offensichtlich deinen Geschmack falsch eingeschätzt!
Vera: Bei mir hat nicht nur Stil was teuer ist. Stil wird durch mich bestimmt und nicht durch meine Geld. Oder glaubst du, dass Herr Neureich Stil hat, weil er mit goldenen Löffeln isst.

Claudia Reibold: Was findest du nur an diesem Polizisten?
Tina: Gefallen, Mutsch!

Vera: Brave Kinder strafen sich immer selbst.

Vera: Die Logik ist nicht der Weisheit letzter Schluss.


Besonderheiten:

  • Frau Werbelhoffs „Hund“ ist auch in dieser Folge zu sehen
  • der Antiquitätenladen und die Wohnung der Drombuschs in der Darmstädter Innenstadt sind in dieser Folge zum letzten Mal zu sehen
  • Christiane Pauli alias Claudia Reibold hat in dieser Folge ihren ersten Auftritt
  • der Umzug der Familie in die „Alte Mühle“ findet am 29. Dezember statt
  • das Treppengeländer, welches in der Episode für einigen Ärger sorgt hat die „Nr. 13/A-24“, der Unterschied zu einem handgeschnitzten Geländer beträgt 20.000 Mark
  • Sigi erwähnt einen seiner Kunden mit dem Namen Dr. Berning; ob es sich dabei um Bierbaron Berning (der in der 3. Staffel zu sehen ist) handelt, ist nicht bekannt
  • das Tea-House ist in dieser Episode zum 2. und letzten Mal zu sehen
  • Tina studiert Sport und Publizistik
  • Frau Niemer (die Angestellte im Tea-House der Drombuschs) wird wieder erwähnt, ist aber erneut nicht zu sehen
  • Sigi und Vera möchten sich im Theater „Die Fledermaus“ ansehen
  • Tina nennt ihre Mutter „Mutsch“
  • das Theater ist in der Folge das erste Mal zu sehen; dieses wird in den späteren Folgen noch an Bedeutung gewinnen (Vera und Martin Sanders werden sich dort kennen lernen)
  • die Schwester welche Vera telefonisch über Sigi’s Einlieferung auf die Intensivstation informiert, heißt Edith
  • Sigi leidet unter einer Herzkranzerkrankung und einer latenten Herzmuskelschwäche
  • das Highlight dieser Folge sind ganz klar die beiden unfähigen und pfuschenden Handwerken
  • die Party, auf der Chris und Tina Fasnacht feiern findet im „Haußerweg 37“ statt (Telefonnummer: 91 23 12) – den Haußerweg selbst gibt es nicht in Darmstadt


Fehler:

  • Witta Pohl alias Vera Drombusch verspricht sich in einem Satz; laut Drehbuch lautet der Satz (Ludwig betreffend): „Wir waren sehr froh um ihn, als wir dachten, dass wir eine Hilfe mit ihm haben!“ Witta Pohl sagt hingegen: „Wir waren sehr froh für ihn, als wir dachten, dass wir eine Hilfe an ihm haben!“ (22:49)
  • der Dialog zwischen Vera und Chris am Ende der Folge ist nachsynchronisiert, was  deutlich zu hören ist (56:06)


Gastschauspieler:

  • als Sigis behandelnder Arzt, Dr. Leonhardt, ist der Schauspieler Peter Danzeisen zu sehen; dieser ist mittlerweile Direktor an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich
  • seinen ersten Auftritt als Möbelpacker hat Werner Rühl; er war von 1978 – 1995 Leiter der Darmstädter Polizeipressestelle und Mitglied der Hessischen Spielgemeinschaft; als Darsteller war er unter anderem in kleinen Rollen in den „Hessischen Geschichten“ sowie bei „Tod eines Schülers“ zu sehen; Werner Rühl verstarb 2009 im Alter von 74 Jahren in Darmstadt; er ist in mehreren Folgen verteilt über mehrere Staffeln in der Rolle eines Möbelpackers mit dabei
  • mit dieser Folge verabschieden sich 2 von Marions WG-Mitbewohner (Nottker Schweikhardt alias Andreas Petersen und Thomas Roether alias Walter Baier) aus der Serie; beide waren somit in insgesamt 4 Episoden zu sehen (Folgen: 6 – 10)
  • Raider Müller-Elmau alias Herr Kahlke verabschiedet sich ebenfalls aus der Serie, er war in 2 Folgen zu sehen (Folgen: 9 & 10)
  • Siegfried Heinrichson als Handwerker hat in dieser Episode seinen finalen Auftritt; er war somit in 3 Folgen mit dabei (Folgen: 7, 8, 10)


Fehler:

  • Fußgängerzone (vor Antiquitätengeschäft)
  • Antiquitätengeschäft (Verkaufsraum)
  • Wohnung Familie Drombusch (Flur 1. Stock, Treppenhaus, Küche, Wohnzimmer, Esszimmer)
  • Alte Mühle (Diele, Empore, Wohnbereich, Zufahrt zur Mühle, Innenhof)
  • Übergangswohnung im Seitenflügel der Alten Mühle (Flur, Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Zimmer Thomi, Zimmer Ludwig)
  • Wohnung Frau Werbelhoff (Küche, Flur, Zimmer Oma)
  • Kneipe Hamburg (Küche, Gastraum)
  • Arztpraxis
  • WG Hamburg (Küche, Flur, Zimmer Marion)
  • Tea-House (Vorplatz, Ladengeschäft)
  • Staatstheater Darmstadt (Foyer)
  • Villa Reibold (vor dem Haus, Eingangsbereich, Küche)
  • Alice Hospital (Eingangsbereich Intensivstation, Intensivstation mit Krankenzimmer, Flur und Aufenthaltsraum, Arztzimmer, Eingangshalle mit Empfang)
  • Wohnung im Haußerweg 37 (Treppenhaus, Flur, Wohnzimmer, Schlafzimmer)
  • Kneipe
  • Zugabteil